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Dormagen
Besucher können frische Kräuter im Hackenbroicher Bürgergarten ernten

Dormagen: Besucher können frische Kräuter im Hackenbroicher Bürgergarten ernten
Gemeinsames Gärtnern (v.l.): Oksana Blattner, Siegfried Marquardt, Delbrin Sharid, Melanie Hartmann und Stivan Sharid (vorn). FOTO: Bernd Rosenbaum
Dormagen. Vor vier Wochen wurde der Bürgergarten am Bürgerhaus Hackenbroich eröffnet. Nun soll das Projekt wachsen, Blüten treiben und neue Unterstützer finden. "Jeder, der hier vorbeikommt, kann Kräuter und Gemüse ernten, aber natürlich wäre es schön, wenn die Leute auch etwas säen und bei der Pflege der Beete helfen", sagt Jutta Warstat vom Büro für bürgerschaftliches Engagement.

Eine kleine Schere, befestigt an pinkem Wollfaden, fordert vor dem Eingang dazu auf, Zitronenmelisse, Minze und Salbei zu schneiden. Die Kräuter gedeihen in einem Hochbeet aus hellem Holz, von denen die Rentnerband ein halbes Dutzend gezimmert hat. Der Großteil steht hinter dem Bürgerhaus - in einer Anordnung, die den Häuserblocks der nahen Pletschbachsiedlung nachempfunden ist. Dort gedeiht das Patenbeet der Grundschule Burg, ein Biotop für Bienen, und es wachsen Färberpflanzen. Mit den daraus gewonnenen Farben will die Zonser Künstlerin Doris Maria Moormann-Goltz in einem offenen Kursus Tücher bemalen.

Angelika Fernhomberg fallen auf Anhieb noch etliche Wege mehr ein, Bürger in den Bürgergarten zu bringen, "mit einem Kräuter-Kochkursus oder als Angebot an die Kindergärten". Sharid Delbrin brachte seine Söhne Delyar (12) und Stivan (5) zum ersten offenen Treffen (das nächste: am 28. Juli ab 18 Uhr) im Bürgergarten mit. "Ein großes Beet, in dem Flüchtlinge zusammen arbeiten und pflanzen können", davon träumt der Agraringenieur, der aus Kurdistan stammt und mit seiner Familie in Horrem lebt. Auch Siegfried Marquart will mitgärtnern. Als Vorsitzender des Hackenbroicher Kleingartenvereins steuert er 30 Jahre Erfahrung bei. "Stellen Sie doch Regentonnen auf", rät er zur Wasserversorgung.

Der Bürgergarten unmittelbar neben der gut genutzten Bürgermeile soll nicht nur Arbeit machen, sondern auch Oase und Verweilort sein. "Jeder kann sich hinsetzen und die Ruhe genießen", sagt Fernhomberg. Unterstützer sind nötig, um die Anlage zu erhalten, sie um Skulpturen oder einen Friedensgarten zu ergänzen. Angelegt wurde der Bürgergarten mit Förderung durch das Projekt "Jugend stärken im Quartier". Unter anderem junge Migranten und die Mädchen vom Kinder- und Jugendtreff St. Katharina hatten die Beete bepflanzt.

(-fg)
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