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Dormagen
Bewerbung als Fairtrade-Town läuft

Dormagen: Bewerbung als Fairtrade-Town läuft
Maya, Ema und Carla (v.l.) von der Nachhaltigkeits-AG des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums am Fairtrade-Tag der Schule Anfang Februar. FOTO: ati
Dormagen. Dormagen wird die dritte Stadt/Gemeinde im Rhein-Kreis mit dem Siegel. Von Anneli Goebels

Der Rhein-Kreis ist Fairtrade-Kreis, Neuss Fairtrade-Town, und Jüchen Fairtrade-Gemeinde. Und noch in diesem Jahr wird Dormagen als weitere Stadt mit dem Siegel für fairen Handel dazukommen, denn alle Kriterien für eine Bewerbung seien erfüllt, sagt Anke Tobies-Gerstenberg vom städtischen Umweltteam. Noch in dieser Woche hofft sie, die Bewerbungsmappe abschicken zu können. "Acht Wochen wird es sicher dauern, bis der Bescheid kommt", sagt Tobies-Gerstenberg. Dass der positiv sein wird, daran hat sie keinen Zweifel. Schließlich sind alle fünf Voraussetzungen erfüllt. Und daher ist auch schon ein Festakt für den 30. September geplant.

Die erste Bedingung, die erfüllt sein musste, war ein Beschluss des Stadtrats, sich an der Kampagne beteiligen zu wollen. Der erfolgte im vergangenen Sommer. Außerdem muss die Stadtverwaltung eine Vorbildfunktion einnehmen. Fair gehandelten Kaffee und Tee gibt es seitdem im Bürgermeister- und Ratsbüro sowie im Hauptausschuss. Zweitens muss der Einsatz einer lokalen Steuerungsgruppe nachgewiesen werden. Die gibt es seit Juni. "Die Steuerungsgruppe soll künftig alle Projekte koordinieren, aber auch neue Ideen entwickeln", erklärt Tobies-Gerstenberg. Drittens müssen Fair-Trade-Produkte in Dormagen angeboten werden - und zwar mindestens in sieben Gastronomiebetrieben und bei 13 Einzelhändlern. "Diese Zahlen richten sich nach der Einwohnerzahl", erklärt Tobies-Gerstenberg. Im Sortiment hätten solche Produkte u.a. alle Discounter, die beiden Weltläden in Knechtsteden und an der Kölner Straße, der Bioladen in Nievenheim, die Drogeriemärkte und Blumen Risse, wo es fair gehandelte Rosen gibt. Die sieben Gastronomiebetriebe sind: Bäckerei Kraus, Netzwerk Alte Apotheke, Stadtbibliothek, Tchibo, Café Christuskirche, Klosterhof Knechtsteden und der Sülzhof in Nievenheim. Viertens müssen Bildungsveranstaltungen zum Thema angeboten werden (passiert u.a. in den beiden Fairtrade-Schulen Norbert- und Bettina-von-Arnim-Gymnasium). Fünftens muss darüber berichtet werden.

Quelle: NGZ
 
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