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Dormagen
Bischof Schwaderlapp weiht die Orgel in St. Josef

Dormagen. Die Kreienbrink-Orgel wird am morgigen Samstag in der Festmesse um 18 Uhr in Delhoven eingeweiht.

Die Einladungen sind verschickt, nun steht die offizielle Premiere für die neue Orgel in der katholischen Kirche St. Josef in Delhoven kurz bevor: Am morgigen Samstag wird der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp in der um 18 Uhr beginnenden Festmesse die Kreienbrink-Orgel einweihen. Die "Second-Hand-Orgel" wurde im Juni aus Telgte angeliefert und in St. Josef aufgebaut. Kantor Bert Schmitz, der für die Kirchenmusik im Seelsorgebereich Dormagen-Nord zuständig ist, hat sie beim Aufbau bereits als "Schmuckstück" bezeichnet. Auch Organistin Susanne Becker zeigte sich begeistert von der Kreienbrink-Orgel mit 19 Registern aus dem Jahr 1969: "Mechanische Orgeln werden locker 400 Jahre alt und haben einen hervorragenden Klang." Von Ende Juni bis Mitte Juli wurde die Kreienbrink-Orgel aus Telgte auf der Empore von St. Josef in Delhoven aufgebaut, danach wurde jede einzelne Pfeife auf den Raum eingestimmt. Die Orgelbauer Thomas Beier (Thomas Beier Holzwerk & Orgel) aus St. Augustin und Björn-Daniel Reich (Orgelbau TastenReich) aus Pulheim kümmerten sich um Aufbau und Intonation.

Der Vorteil einer mechanischen Orgel liegt für Becker, die seit 25 Jahren neben Delhoven auch Straberg betreut, auf der Hand: "Da kann ich viel feinfühliger spielen, diese Orgel lebt und verwächst fast mit dem Musiker", sagte sie. "Ich bin sehr froh, dass Delhoven eine solch gute Orgel erhält", meinte Schmitz. Mit Pfarrer Klaus Koltermann hatte er sich maßgeblich für den Kauf des Instrumentes eingesetzt.

Jetzt können Patenschaften für die Orgelpfeifen übernommen werden: Von 2 Euro bis 200 Euro reicht das Angebot an Pfeifen-Patenschaften. Unter dem Motto "Sei eine Note in Gottes Melodie" wirbt die Gemeinde um Unterstützer, die eine Paten-Urkunde erhalten. Die Kreienbrink-Orgel kostet unter 100.000 Euro, wovon das Erzbistum Köln üblicherweise 40 Prozent, aber nicht mehr als 40.000 Euro übernimmt, wie Schmitz ausführte. 55. 000 Euro Eigenanteil muss St. Josef Delhoven aufbringen. Eine neue Orgel hätte circa 380.000 Euro gekostet. Der fehlende Rest des Eigenanteils soll durch Spenden und Benefizkonzerte aufgebracht werden.

Aber nicht das "Schnäppchen" war der Grund für den Kauf, sondern der Klang, den die gebrauchte Ersatzorgel verspricht. Sie ersetzt eine computergesteuerte Orgel, die dem Caritashaus in Nievenheim für die Gottesdienste zur Verfügung gestellt wurde.

(cw-)
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