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Dormagen
BMS plant Forum zu Rhein-Düker

Dormagen. Bayer-Kritiker wenden sich gegen Rohrleitung mit Kohlenmonoxid-Transport. Von Stefan Schneider

Es sind scharfe Geschütze, die die "Coordination gegen Bayer-Gefahren" (CBG) in einer gestern übermittelten Pressemitteilung gegen die von Bayer MaterialScience (BMS) geplante neue Rheinunterquerung zwischen den Chemparks Leverkusen und Dormagen auffährt. Eine Zulassung "für das hochgefährliche Kohlenmonoxid", das neben Gasen wie Sauerstoff, Erdgas und Stickstoff durch den Düker transportiert werden soll, müsse verweigert werden, urteilt die CBG, die dies auch in einem Brief an die Bezirksregierung Köln betont. Die CBG warnt: "Besonders problematisch ist die Anbindung der neuen Leitungen an die bestehenden Pipelines am linken Rheinufer. Der Bereich ist öffentlich zugänglich. Ein Eingriff durch Erdarbeiten, Sabotage, Dammbruch etc. ist daher nicht auszuschließen." Die CBG moniert auch, dass für die Pipeline kein "Austritts-Szenario" erstellt worden sei; zudem räume Bayer ein, "dass eine Explosion nicht 100-prozentig ausgeschlossen werden könne".

Bayer-Sprecher Roland Ellmann reagierte gestern auf NGZ-Anfrage gelassen auf die CBG-Kritik. Zu den einzelnen Punkten werde das Unternehmen aktuell keine Stellung nehmen. Geplant sei aber ein von einer externen Agentur moderiertes öffentliches Dialogforum - voraussichtlich Ende des Jahres in Leverkusen - , in dem Einwände diskutiert werden sollen. BMS hat sich freiwillig zu einer Beteiligung der Öffentlichkeit entschieden. Unter anderem können die Bürger in den Chempunkten in Dormagen und Leverkusen die Pläne einsehen und Stellungnahmen abgeben. Dies ist auch per E-Mail möglich an dueker@bayer.com

Quelle: NGZ
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