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Dormagen
Brandserie beunruhigt die Straberger

Dormagen. Die Polizei geht in sieben Fällen von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung aus. Von Stefan Schneider

Der Verdächtige soll ungefähr 1,80 Meter groß und schlank sein; als er beobachtet wurde, trug er helle Oberbekleidung. Mehr ist nicht bekannt von dem Mann, der vielleicht etwas mit den Bränden zu tun hat, die seit November im Dormagener Ortsteil Straberg für Beunruhigung und Verunsicherung sorgen. Sieben Fälle aus dem Walddorf sind bei der Polizei seit dem 25. November aktenkundig, wie deren Sprecherin Daniela Dässel auf Anfrage mitteilte. Der Unbekannte war kurz vor Ausbruch des ersten Brandes gesehen worden und dann laut Zeugen weggerannt. Doch bislang seien keine Hinweise eingegangen, die zur Identifizierung des Verdächtigen führten, so Dässel.

Im Einzelnen haben die Ermittler folgende Fälle aufgenommen: In der Nacht zu Samstag, 25. November, brannte es innerhalb von kurzer Zeit an drei nahe beieinander liegenden Stellen: Am Linden-Kirch-Platz mussten Bewohner einen brennenden Weihnachtskranz an ihrer Haustüre löschen. Die Gefahr wurde zum Glück bemerkt, doch eine 48-Jährige erlitt eine Rauchvergiftung, ihr 17-jähriger Sohn zog sich Brandwunden an den Händen zu.

An einer Gaststätte am Mühlenbuschweg ging fast zeitgleich ein Mülleimer in Flammen auf, etwa eine Viertelstunde später brannte ein weiterer Mülleimer an der Schützenstraße. Dabei wurde eine Hausfassade beschädigt. Auch in diesen beiden Fällen konnten Anwohner die Feuer selbst löschen. Die Polizei nimmt an, dass die drei Brände zusammenhängen; eventuell haben auch eine an dem selben Tag ebenfalls an der Schützenstraße angekokelte Fußmatte und ein in Mitleidenschaft gezogener Regenschirm damit zu tun.

Erheblich mehr Schaden entstand am 16. und am 22. Dezember, jeweils An der Burg. Beim ersten Fall war gegen 19.50 Uhr ein VW Golf in Brand geraten. Die Feuerwehr verhinderte durch schnelles Eingreifen, dass der Wagen komplett ausbrannte. Sechs Tage später wurde gegen 18.40 Uhr der vordere Teil eines neuwertigen Ford in einem Garagenhof zerstört.

Schließlich das Einfamilienhaus am Iltisweg, das an Neujahr gegen 4.20 Uhr abbrannte und nun unbewohnbar ist. Dieser Fall veranlasste Anwohner an der Blumenstraße, Anzeige zu erstatten. Bei ihnen war in der selben Nacht ein Mülleimer in Brand geraten. An einen fehlgeleiteten Feuerwerkskörper mochten sie nach der Nachricht vom Iltisweg nicht mehr recht glauben.

Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung: 02131 3000.

Quelle: NGZ
 
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