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Dormagen
Bürgermeister führt Aufsichtsrat der evd

Dormagen. Erik Lierenfeld löst Heinz Hilgers an der Spitze des Kontrollgremiums des Energieversorgers ab.

Es war kein Selbstläufer, als es darum ging, dass Bürgermeister Erik Lierenfeld Vorsitzender des Aufsichtsrats des heimischen Energieversorgers evd werden sollte. Erst nach Diskussion gab es am Ende eine deutliche Mehrheit dafür, aber auch sieben Gegenstimmen von FDP, Zentrum und Ein Herz für Dormagen sowie eine Enthaltung. Lierenfeld löst seinen Parteikollegen und Ex-Bürgermeister Heinz Hilgers ab, der bislang Vorsitzender des Aufsichtsrates war. Er ist ebenfalls Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD).

Zuvor hatten FDP und Zentrum diese Personalentscheidung kritisiert. So sprach sich Hans-Joachim Woitzik dafür aus, Hilgers im Amt zu belassen, der habe diese Funktion gut ausgefüllt. "Eine solche Ämterfülle ist einfach nicht zielführend." Er monierte, dass Lierenfeld "keine berufliche Vorerfahrung in diesem Bereich" habe. Er sei noch zu jung, und nur seine Wahl zum Bürgermeister würde ihn für den Aufsichtsratvorsitz nicht qualifizieren: "Sie würden sich selbst nicht für eine solche Position bewerben", war er überzeugt.

Für die FDP erklärte Fraktionsvorsitzender Karlheinz Meyer, dass der Aufsichtsrat eines solch wichtigen Unternehmens wie die evd über eine hohe Kompetenz verfügen müsse. "Ich sehe ganz einfach das Problem der fehlenden Qualifizierung, daher kann ich diesem Personalvorschlag nicht zustimmen."

Eine ganz andere Meinung vertrat SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt. Er sprach von einer "wichtigen Funktion mit strategischer Bedeutung". Da müsse die Stadt über den Bürgermeister "den Finger drin haben". Zum Thema Qualifizierung: "Lierenfeld muss nicht den Energiehandel betreiben." Seine Aussagen wurden auch vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Kai Weber gestützt: "Die evd ist eine wesentliche städtische Tochter. Der Aufsichtsratposten sollte aus dem Verwaltungsvorstand heraus besetzt werden."

Die Aufsichtsräte wurden nach der Kommunalwahl paritätisch mit Mitgliedern der Fraktionen besetzt. Beim Vorsitz hat der Stadtrat das Vorschlagsrecht.

(schum)
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