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Dormagen
Bufdi-Stellen bleiben unbesetzt

Dormagen. Nicht nur bundesweit, auch in Dormagen ist die Nachfrage nach Stellen für den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) gering. Die großen Träger setzen FSJler ein.

Die Nachricht klingt ernüchternd: Nur jede sechste Bufdi-Stelle kann besetzt werden. Dahinter verbirgt sich die Bundesfreiwilligendienst-Stelle, seit 2011 Nachfolgerin des Zivildienstes. Auch in Dormagen gibt es diese Probleme, ist die Nachfrage von jungen Leuten gering. Kaschiert wird die Situation jedoch dadurch, dass die Stellen, die die großen Träger wie Caritas oder Diakonie in Alten-, Wohnheimen oder Kitas von FSJlern besetzt werden. Also den maximal 27 Jahre alten Menschen, die meist nach dem Schulabschluss für ein Jahr ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren.

Das weiß auch Bernd Gellrich, Geschäftsführer der Diakonie im Rhein-Kreis Neuss. Zwei von vier Stellen im Seniorenzentrum Markuskirche sind offen, eine von zwei in der ambulanten Pflege. "Jeder, der sich meldet, den bringen wir in der Regel auch unter." Egal ob unter der Überschrift Bufdi oder FSJ. "Das ist den jungen Leuten sowieso egal. Ihre Bezahlung ist gleich. "Bufdis bewerben sich selten", sagt Corinna Dönges, Pressesprecherin der St. Augustinus-Kliniken Neuss. So sind alle vier Stellen im St. Augustinushaus an der Krefelder Straße mit FSJlern belegt. "Für sie gibt es den zusätzlichen Anreiz, einen Ausbildungsplatz bekommen zu können. Im Bereich der Behindertenhilfe hat das Unternehmen im "Netzwerk Alte Apotheke" drei (besetzte) Stellen und weitere acht in Wohnheimen, die auch mit jungen Leuten besetzt sind: Haus Hildegard und Haus Martin an der Pommernallee und Rochushaus in Hackenbroich.

Kritisch sieht Hans Reisdorf, stellvertretender Vorsitzender der Caritas im Rhein-Kreis, die Situation: "Die Bufdis ersetzen nicht die Zivildienstleistenden. Die Kontinuität fehlt oft." Weil die Caritas viel Werbung betreibt, sind die Stellen meist besetzt. In St. Josef und St. Franziskus in Nievenheim sind drei Bufdis eingesetzt.

(schum)
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