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Dormagen
BvA erhält endlich Aufenthaltsraum

Dormagen: BvA erhält endlich Aufenthaltsraum
Noch ist es ein kleiner,. überschaubarer Rau, aber aus der ehemaligen Bibliothek soll schon bald ein deutlich größerer multifunktional nutzbarer Raum werden. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. Es ist nur die kleine Lösung, die jetzt am Bettina-von-Arnim-Gymnasium umgesetzt werden soll: die Umwandlung der ehemaligen Bibliothek in einen Multifunktionsraum. Das Ziel einer eigenen Mensa bleibt. Von Klaus D. Schumilas

Die Stimmung am Bettina-von-Arnim-Gymnasium hellt sich auf. Zwar gibt es nach wie vor eine Reihe von "Baustellen" an dem innerstädtischen Gymnasium, aber jetzt ist die Zuversicht bei den Verantwortlichen vorhanden, dass diese auch bearbeitet werden. "Wir registrieren viele Signale der Stadt", sagt Schulleiter Theodor Lindner, "die zeigen, dass unsere Bedarfe besser wahrgenommen und wir unterstützt werden". Äußeres Zeichen dafür ist die Vorlage, die die Stadt in der nächsten Sitzung des Eigenbetriebs vorlegen wird und worin vorgeschlagen wird, die ehemalige Bibliothek zu einem Multifunktionsraum umzubauen. Eine Maßnahme, auf die die Schule dringend wartet.

Ursprünglich waren es 120.000 Euro, die im Wirtschaftsplan der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), einer Tochter der Stadt, für dieses Projekt eingestellt sind. Die werden aber nun nicht in dieser Höhe benötigt, lediglich 35.000 Euro wird der Umbau kosten. Die nicht benötigten Finanzmittel werden eingespart. Hintergrund ist, dass die Stadt jetzt eine "ad hoc-Lösung" umsetzt, wie es Kämmerin Tanja Gaspers im Sommer formulierte, um die größte Not der Schule zur Unterbringung von Schülern in der Mittagspause zu beseitigen. Die sitzen oft genug im Treppenhaus auf den Stufen, um ihr Butterbrot zu essen. Von einer Küche ist jetzt aber nicht die Rede, die soll es später geben. In einem Raum von der zwei- bis dreifachen Größe eines Klassenzimmers können sie demnächst auf Stühlen und an Tischen Platz nehmen.

"Eine solche kleine Lösung ist erst einmal gut", sagt Lindner, "darüber freuen wir uns." Der Direktor sieht es als einen "Zwischenschritt" auf dem Weg zur "Ertüchtigung des unteren Flügels". Er nennt die vier wichtigen "Baustellen" an seiner Schule: neben der Schaffung dieses Multifunktionsraums die Neugestaltung des Atriums, des Schulhofs und die Beseitigung von Mängeln an der Heizungsanlage. Lindner: "Mein Eindruck ist, dass jetzt an allen Themen etwas gemacht wird." Kritisch wird an der Schule die offenbar noch in Teilen der Verwaltung und der Politik vorhandene Meinung gesehen, dass es eine Kopplung zwischen der Einrichtung einer Mensa und der Einführung des Ganztags an dem Gymnasium gibt. "Ich möchte beide Themen gerne getrennt betrachten, ich sehe dort keine Zwangsläufigkeit." Am BvA werde, so Lindner, das Thema Ganztag diskutiert. "Die Meinungsbildung läuft, aber das ist ein längerer Prozess, und es kann keine Entscheidung von heute auf morgen geben." Der Schulleiter bestätigt, dass es gegen die Umwandlung in einen Ganztagsbetrieb Widerstand bei Lehrern und einzelnen Eltern gebe. Lindner selbst befürwortet den Ganztag an der Schule. "Eine Entscheidung wird sicher in diesem Schuljahr fallen, vielleicht Anfang kommenden Jahres." Jan Wisser, neuer Schulpflegschaftsvorsitzender, sagt: "Gut, wenn wenn es dort eine Lösung gibt und die Kinder dann wissen, wo sie sich auch einmal hinsetzen können."

Die Technischen Betriebe beabsichtigen, bei der Umwandlung der ehemaligen Bibliothek die Flurwand zu entfernen, um einen größeren multifunktionalen Raum zu erhalten. Als weitere Maßnahme ist der Einbau einer Windfanganlage vorgesehen und der Einbau einer Akustik-Decke. Was eine "richtige" Mensa betrifft, dazu hatte Tanja Gaspers im Sommer gesagt: "Wir wollen beides, Aula und Mensa, vernünftig verknüpfen. Vielleicht erhält auch die Aula eine Anlieferungsmöglichkeit für Catering.

Quelle: NGZ
 
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