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Dormagen
cbf-Fahrdienst ist weiter auf Spenden angewiesen

Dormagen. Knapp 500 Euro spülte vor gut zwei Wochen das Sommerfest des Clubs Behinderter und ihrer Freunde (cbf) in die Kasse des Vereins. Genutzt wird das Geld, wie Vereinsvorsitzende Ingrid Klein sagt, für den Fahrdienst. Dessen Kosten seien zwar zurzeit gedeckt, doch wie lange noch, kann Klein nicht sagen. Eine Erbschaft im vergangenen Jahr, für den Fahrdienst gedacht, wurde erst einmal gebunkert. "Unser Wagen ist sechs Jahre alt und sechs Tage in der Woche im Einsatz. Bald werden wir einen neuen brauchen", sagt Klein. Sie rechnet mit Anschaffungskosten in Höhe von rund 30 000 Euro. Dafür werde dann auch die Erbschaft nicht reichen. Von Anneli Goebels

1500 Euro koste der Unterhalt des Ford Transit den Verein jeden Monat", sagt Klein. Regelmäßige Trödelmärkte, das Sommerfest, der Weihnachtsmarkt - alle Erlöse der cbf-Veranstaltungen kommen dem Fahrdienst zugute. Unterstützt wird der Verein auch noch von der Stadt, und zwar mit 7000 Euro pro Jahr. Allerdings fließen davon auch wieder 700 Euro zurück an die Verwaltung als Miete für die Räume in Horrem an der Knechtstedener Straße. "Der städtische Zuschuss wird ab 2016 auf jeden Fall geringer ausfallen", sagt Ingrid Klein. Wie hoch die Kürzungen sein werden, weiß sie noch nicht, wie der Verein das Loch im Budget auffangen wird, ebenfalls nicht.

Für Fahrten zu Ärzten oder Krankenhäusern, zu den Terminen des cbf, wie zum Beispiel den Kegelnachmittag in Stürzelberg, wird der Dienst genutzt. Und das für kleines Geld: Fahrten innerhalb des Dormagener Stadtgebiets kosten vier Euro pro Person, Fahrten nach Neuss oder Grevenbroich sechs, nach Düsseldorf oder Köln, je nach Ziel dort, zehn bis 15 Euro. "Viele unserer Mitglieder kämen nirgendwo mehr hin, wenn wir den Dienst nicht mehr anböten", sagt Klein. Platz haben in dem Transporter fünf Fahrgäste und vier Rollstuhlfahrer.

Quelle: NGZ
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