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Dormagen
CDU besichtigt marode Sportanlage

Dormagen. Fassungslosigkeit über Zustand des Platzes von Rheinwacht Stürzelberg. Von Klaus D. Schumilas

Die Aufforderung ist unmissverständlich: "Die Kabine immer ordentlich verlassen" steht auf den Schildern in den Umkleidekabine auf der Sportanlage des SV Rheinwacht Stürzelberg. Wer fröhlich gestimmt ist, der mag dies als scherzhaft-ironische Bemerkung bewerten, angesichts der Verhältnisse, die sich Besuchern dort offenbaren. So war es auch eine Mischung aus ungläubiger Fassungslosigkeit und Humor, die die Sportfraktion der CDU bei ihrem Rundgang durch die Anlage äußerte. "Ich kenne keine Anlage in Dormagen, die maroder und schäbiger ist als hier in Stürzelberg", fällte Andreas Buchartz, sportpolitischer Sprecher der CDU, ein hartes Urteil.

Rheinwacht-Vorsitzender Michael Krause und Frank Hilgers aus der Projektgruppe "Neuer Sportplatz" gaben ihren Besuchern einen ungeschönten Blick hinter die Kulissen. Als Hilgers den direkt neben der Herren-Außentoilette gelegenen Putzraum öffnet, springt die Tür aus der Angel. Auf der Dachterrasse können die Sportpolitiker zwar die Aussicht über die Anlage genießen, aber: "Hier liegt das Grundübel", sagt Krause. "Die 1994 gebaute Terrasse ist seit Anfang an undicht. Das Wasser läuft durch die Decke und die Mauern nach unten. Die Feuchtigkeit sitzt seit Jahren im Gemäuer.". Hilgers zeigt es in der Kabine: "In den Fugen der Bodenfliesen lässt es sich messen: Es ist nass."

Die Kernfrage, die alle Stürzelberger beschäftigt: "Bekommen wir im nächsten Jahr endlich eine neue Anlage?" Welche "Startnummer" die Reinwacht bekommen wird, also die Festlegung, in welcher Reihenfolge die Sportplatzsanierungen erfolgen sollen, das sollen die Vereine untereinander regeln. Doch die so genannte Bereisung aller Sportplätze, die für Anfang der Woche vorgesehen war, ist ausgefallen. Vereinsvorstände hatten die Uhrzeiten im Nachmittagsbereich moniert. "Wir werden jetzt an fünf Tagen jeweils ab 17.30 Uhr die Anlagen abfahren", sagt Claus Radke, Vorsitzender des Sportverbandes.

"Schaffen es die Vereine, sich untereinander auf eine Rangfolge zu einigen?" fragte Andreas Buchartz. "Das hoffe ich doch", entgegnete Michael Krause. Am Langen Tisch der Sportvereine hätten viele gesagt, dass die Situation in Stürzelberg am schlimmsten sei. "Wenn man objektiv urteilt, müsste man zu dieser Ansicht kommen", so Krause.

Quelle: NGZ
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