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Dormagen
CDU-Chef will mehr Mitglieder anwerben

Dormagen: CDU-Chef will mehr Mitglieder anwerben
Mit insgesamt guten Ergebnissen wiedergewählt: der Vorstand mit Kai Weber, Hiltrud Dickers, Alana Voigt und Frank Goertz (v. l.). FOTO: on
Dormagen. Der alte und neue Vorsitzende war sichtlich gerührt, als Versammlungsleiter Hans Sturm das Wahlergebnis bekannt gab: Alle 38 Mitglieder, die ihre Stimmen abgegeben hatten, votierten für Frank Goertz - 100 Prozent, "ich bin überwältigt und stolz auf meine Partei", sagte er. Von Klaus D. Schumilas

Als er im Oktober vergangenen Jahres das Amt von André Heryschek übernahm, war der Vertrauensbonus mit 92,6 Prozent bereits ansehnlich. Goertz verzichtete auf große Ankündigungen, sein Anliegen als Parteichef lautet einfach nur: "Näher an die Menschen ran und mehr Mitglieder für die Partei gewinnen." Ganz offen nannte Goertz Jung-Bürgermeister Erik Lierenfeld als Beispiel, "dem es ja offenbar gut gelungen ist, nah an den Menschen zu sein".

Keine 40 Mitglieder verloren sich an den langen Tischen in der "Kulle", ein Umstand, für den sich der Parteivorsitzende entschuldigte: "Eine Mitgliederversammlung in die Ferien zu legen, ist sicher nicht besonders gut und kommt auch nicht mehr vor." Aber weil der Ehrengast der Veranstaltung, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundessinnenministerium, Günter Krings, nur Termine in den Ferien hatte anbieten können, habe man sich dazu entschlossen.

Mit der Folge, dass beispielsweise Schatzmeister Andreas Buchartz urlaubsbedingt fehlte und seinen Kassenbericht nicht vorlegen konnte. Das wird in der nächsten Versammlung im Herbst nachgeholt. Widerspruch unter den Mitgliedern für dieses Vorgehen gab es keinen und wiedergewählt wurde Buchartz auch - mit ebenfalls hundert Prozent der Stimmen. Ein starkes Ergebnis erzielte der stellvertretende Vorsitzende Kai Weber mit 97 Prozent, während Vize Alana Voigt mit nur 71,9 Prozent haderte. Wiedergewählt wurde Geschäftsführerin Hiltrud Dickers, neu ist der stellvertretende Schatzmeister Olaf van Heek, der Jacky Mäurer ablöste. Für Irritationen sorgte der Wahlzettel zur Wahl der beiden Stellvertreter, der nur die Ja-Möglichkeit zuließ. Erst in der Wiederholung passte es dann.

In seinem Rechenschaftsbericht übte Frank Goertz Kritik am Landratskandidaten Hans Christian Markert (Grünen), der "von einem wirren Parteien-Bündnis" aufgestellt worden sei. Ihn könne man "als vernünftig denkender Mensch nicht wählen". Wenig Gutes ließ Goertz auch an Bürgermeister Lierenfeld. "Wenn ich mir den Zeitraum von zehn Monaten anschaue, dann hat sich nicht viel verändert. Lierenfeld ist ein Mann für die Bühne und für Veranstaltungen - für die Entwicklung von Dormagen wird es ein böses Erwachen geben." Zu Beginn hatte Günter Krings über die Innere Sicherheitslage und die Bedrohungslage durch Islamisten in Deutschland referiert.

Quelle: NGZ
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