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Dormagen
CDU fordert mehr Hilfen vom Land für Flüchtlingsarbeit

Dormagen. Nachdem das neunstöckige Hochhaus "C 29", in dem früher Bayer-Mitarbeiter gewohnt haben, am 18. September mit den ersten Flüchtlingen belegt worden war, konnte die Wasserversorgung auf den einzelnen Etagen inzwischen zum großen Teil hergerichtet werden. Dies war schwierig, weil die Leitungen acht Jahre lang abgeklemmt waren, und die Wiedereinrichtung durch Rohrbrüche behindert wurde (die NGZ berichtete). "Zwei der drei Flügel des Hauses sind seit Samstag wieder ans Wasser angeschlossen, am dritten wird gearbeitet", erklärte Bürgermeister Erik Lierenfeld gestern. Jetzt kann die Mehrzahl der 197 Flüchtlinge die Badezimmer auf ihren Etagen nutzen und muss nicht mehr auf Dixi-Toiletten und Duschen auf dem Parkplatz zurückgreifen. Da zurzeit kein Betreuungsverband mehr Kapazitäten frei hat, betreut die Stadtverwaltung die Einrichtung, Am Wäldchen 2, mit eigenen Kräften, unterstützt von beauftragten Sicherheitskräften und Ehrenamtlichen.

Wie bei der Flüchtlings-Notunterkunft an der Beethovenstraße handelt es sich bei der am Höhenberg um eine Landes-Einrichtung, für die das Land zu 100 Prozent die Kostenübernahme zugesagt hatte. "Allerdings sind hier die Personalkosten nach jüngsten Erkenntnissen nicht enthalten. Da muss das Land genauso ran, wie bei den fehlenden Konzepten für die Unterbringung der Flüchtlingskinder in Kita und Schule sowie der Integration insgesamt", erklärt der stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Kai Weber.

Zur Personalkosten-Übernahme gebe es einen Vorschlag des Landes, der mit den Kommunalverbänden abgestimmt sei, erklärte Bürgermeister Lierenfeld auf Nachfrage: "Jetzt werden Musterverträge ausgearbeitet, die uns helfen würden."

(cw-)
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