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Dormagen
CDU hält an Landtagskandidat fest

Dormagen. Es gibt keinen Vorrang für Grevenbroich: "Der Beste soll antreten", heißt es.

Im Rennen um den Landtagskandidaten der CDU im Wahlkreis 45 Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen wird es offenbar zu einer beinharten Auseinandersetzung kommen. Denn während die Grevenbroicher Christdemokraten davon ausgehen, dass sie das Vorschlagsrecht haben, wollen die Parteifreunde in Dormagen davon nichts wissen. Stadtverbandsvorsitzender Frank Goertz sagt: "Das Wichtigste ist, dass der beste Kandidat aufgestellt wird, um das Landtagsmandat für die CDU zu holen." Von einer Absprache will er nichts wissen.

Völlig andere Töne kommen aus der Schlossstadt. Es gebe eine Vereinbarung zwischen beiden Stadtverbänden zugunsten Grevenbroich, die in den vergangenen Jahren getroffen worden sein soll. Zuletzt habe man zugunsten des Dormagener Kandidaten Wiljo Wimmer verzichtet, obwohl Grevenbroich den Kandidaten hätte stellen sollen. Ein Gespräch zwischen Vertretern beider Stadtverbandsvorstände vor wenigen Tagen führte zu keiner Einigung. Im Gegenteil: "Die neuen Kollegen aus der Nachbarstadt sehen sich an diese Absprache nicht gebunden", sagte Grevenbroichs CDU-Chef Wolfgang Kaiser. "Wir haben ein sachliches, ruhiges Gespräch geführt und dort unsere Position deutlich gemacht und Sachargumente ausgetauscht", so Frank Goertz. Danach sei für ihn "das Thema durch gewesen". Frank Goertz verwies auch auf das neue Personal im Stadtverbandsvorstand, "Vereinbarungen in der Politik zu treffen sind schwierig, gerade weil man damit Nachfolger im Amt belastet."

In Dormagen bewerben sich Fraktionsvorsitzender André Heryschek und Ex-Ratsfrau Tanja Engwicht zunächst intern (Entscheidung am 9. März), in Grevenbroich wird es auf Heike Troles hinauslaufen. In Rommerskirchen gilt Partei- und Fraktionsvorsitzender Michael Willmann als Kandidat. Letzterer hat seine Kandidatur noch nicht offiziell gemacht. Auf der Vertreterversammlung des Wahlkreises 45 wird dann der CDU-Herausforderer für Amtsinhaber Rainer Thiel (SPD) gesucht. Dormagen und Grevenbroich stellen jeweils 20 Vertreter, Rommerskirchen sechs. Für Grevenbroichs Parteichef Kaiser steht schon jetzt fest: "Ich jedenfalls werde mit Dormagen keine Vereinbarungen mehr treffen."

(schum)
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