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Dormagen
CDU plant Kreis-Gipfel zur Flüchtlingsdebatte

Dormagen. Sich gemeinsam für eine gute Integration der Flüchtlinge einsetzen und sich kreisweit in der Flüchtlingshilfe noch besser vernetzen - das sind die Ziele eines Treffens am 20. Januar, zu dem die Dormagener CDU-Fraktionsspitze ihre Kollegen aus Grevenbroich, Neuss, Rommerskirchen und dem Rhein-Kreis Neuss eingeladen hat. Wie CDU-Fraktionsvorsitzender André Heryschek erklärte, werden auch der Flüchtlingsbeauftragte des Kreises, Benjamin Josephs, sowie die Dormagener Beigeordnete Tanja Gaspers beim Erfahrungsaustausch diskutieren, ob Aufgaben in interkommunaler Zusammenarbeit wahrgenommen werden könnten.

Auf Facebook schreibt Heryschek: "Trotz der skandalösen Ereignisse in Köln, denen man mit aller Härte begegnen muss, und dem nicht nachzuvollziehenden Protest einiger Flüchtlinge vor der Notunterkunft an der Beethovenstraße gilt es nach wie vor, denen Hilfe und Schutz zu gewähren, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind und unserer Hilfe Wertschätzung entgegenbringen."

Der Zuzug von Flüchtlingen verlange den Kommunen als letztes Glied in der administrativen Kette viel ab, wie der CDU-Fraktionschef in einer Pressemitteilung erklärt: "Neben der Problematik der Unterbringung und Versorgung wird die Integration derjenigen Personen mit Bleibeperspektive in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt eine große Herausforderung darstellen." Neben der Vermittlung der Sprache werde es vor allem darauf ankommen, "den neuen Mitbürgern auch unsere Werte und Normen im Sinne einer Leitkultur beizubringen". Heryschek sieht eine große Chance, wenn die Flüchtlinge mitziehen: Sonst müsse "auf den übergeordneten Ebenen auch über die gesetzliche Möglichkeit des Tatbestandes der Asylunwürdigkeit diskutiert" und die Menschen müssten in ihre Heimat zurückgeführt werden.

(cw-)
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