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Analyse
CDU setzt nun alles auf die Karte Heryschek

Dormagen. Der Dormagener CDU ist eine gute Kandidatin für den Landtag abhanden gekommen. Das Bedauern einiger Christdemokraten darüber soll in Unterstützung des anderen Kandidaten umschlagen. Von Carina Wernig

Niemand kann wirklich wissen, ob Ex-Ratsfrau Tanja Engwicht mehr Stimmen auf sich vereinigt hätte als André Heryschek, wenn die CDU-Mitglieder Anfang März darüber abgestimmt hätten, welcher Dormagener Kandidat in das weitere Verfahren um die mögliche Landtagskandidatur zieht. Aber sicher ist: Die gut vernetzte und politik erfahrene Engwicht hätte gute Chancen gehabt - nur hat sie sich selbst aus dem Rennen genommen. Nun hat CDU-Fraktionschef Heryschek auch offiziell die uneingeschränkte Unterstützung des CDU-Stadtverbandes.

Dessen Chef Frank Goertz hatte nach Engwichts Rückzug von Überlegungen berichtet, eventuell auf diese Mitgliederversammlung zu verzichten. Heryschek selbst äußerte nun seinen Wunsch, auf dieser Versammlung seine Ziele vorstellen zu dürfen, um mit einem guten Votum der Mitglieder in weitere Abstimmungen mit der CDU aus Grevenbroich und Rommerskirchen zu gehen. Damit tritt er geschickt Vermutungen entgegen, er würde nicht von allen Christdemokraten unterstützt. Zu viele haben nach Engwichts Rückzug bedauernd von "Spannungen" und "Unstimmigkeiten" berichtet, die auf der Stadtverbands-Vorstandssitzung vor einer Woche nicht ausgeräumt werden konnten. Jetzt liegt es am Stadtverbandsvorsitzenden, dem Dormagener Kandidaten einen guten Start zu ermöglichen. Denn die richtige Abstimmung steht bevor: Die CDU sollte kreisweit den unterstützen, der oder die dann die besten Möglichkeiten hat, auch in den Landtag einzuziehen. Ob das automatisch eine Frau sein wird, die auf der Landesliste weiter oben angesiedelt wäre (Heike Troles), oder ob Heryschek zugetraut wird, Amtsinhaber Rainer Thiel (SPD) zu schlagen, wird der CDU-Nominierungs-Parteitag mit den Grevenbroichern und Rommerskirchenern im Juni zeigen.

Quelle: NGZ
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