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Dormagen
Chorbusch-Schüler bepflanzen Kreisverkehr

Dormagen. Verkehrsinsel wurde mit Gräsern, Lavendel und Rosen verschönert und vom Unkraut befreit. Von Anneli Goebels

Das Unkraut wucherte und keiner kümmerte sich. Autos fuhren achtlos vorbei. Das ist Vergangenheit. Denn der Kreisverkehr an der Salm-Reifferscheidt-Allee, Sinnersdorfer- und Hackhauser Straße in Hackenbroich ist jetzt ein Kleinod, mit vielen Pflanzen, Steinen - und vor allem unkrautlos. Und daran haben einen großen Anteil einige Schüler der nahe gelegenen Schule am Chorbusch. "Eine Nachbarin kam zu uns und fragte, ob wir bei der Gestaltung des Kreisverkehrs nicht helfen könnten", erzählt Rudolf Presse, Sozialarbeiter an der Förderschule des Rhein-Kreises, der auch die Fahrradwerkstatt leitet.

Presse schaute sich die ziemlich zugewachsene Fläche erst einmal aus nächster Nähe an. Denn wie so viele, die das Mittelstück tagtäglich umfahren, hatte er bis dahin noch nie sonderlich darauf geachtet, dass dort von Pflanzen nichts mehr zu sehen war. "Ich dachte direkt, dass das eine schöne Aufgabe für unsere Schüler sein könnte", so Presse. Das fanden einige der Schüler auch, wurden aber in ihrem Elan schnell gebremst. "Da war so viel Unkraut", sagt John-Claude, "dass das ewige Gezupfe irgendwann keinen Spaß mehr machte." Nico, Daniel und Fabian stimmen ihm zu. Doch irgendwann war das erledigt und die ganze Fläche wurde mit einer Folie ausgelegt. Darüber kamen dann Schottersteine, eine Spende des Gartenbaubetriebs Jürgen Klein.

Übrigens: Jedes Mal, bevor die Truppe zu gärtnern beginnt, werden selbst angefertigte Baken aufgestellt, die wiederum mit Flatterband verbunden werden. Denn ungefährlich ist es an dieser Stelle nicht. "Wenn man sich da in der Mitte des Kreisverkehrs eine Weile aufhält, fällt einem erst einmal auf, dass dort ununterbrochen Autos unterwegs sind", sagt Presse. Doch mit ihren gelben Warnwesten und den rot-weißen Flatterbändern waren und sind die Schüler schon von weitem gut zu sehen. "Besonders Spaß hat das Einsetzen der neuen Pflanzen gemacht", sagt Nico. 120 sind es, die die 120 Quadratmeter große Kreisfläche jetzt zieren und die die Sparkasse Neuss gespendet hat. "Einmal, als es sehr heiß war, hat uns sogar ein Hackenbroicher ein Eis spendiert", sagt Rudolf Presse.

Quelle: NGZ
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