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Dormagen
"CiDo" wehrt sich: Wir leisten gute Arbeit

Dormagen: "CiDo" wehrt sich: Wir leisten gute Arbeit
Ute (l.) und Milena Naroska fühlen sich beim Einkaufen wohl in Dormagen. Gestern bummelten sie entspannt über die "Kö". FOTO: Lothar Berns
Dormagen. Die City-Offensive Dormagen (CiDo) tritt im Vorfeld der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli der Kritik entgegen, wonach der Start verpatzt ist. Vorsitzende Michaela Jonas: Wir können eine (finanziell) gute Bilanz vorlegen. Von Klaus D. Schumilas

Das Schreiben des Amtsgerichts Neuss hatte Michaela Jonas einen kleinen Schock versetzt: Beisitzer-Wahl und Neufassung der Satzung nicht ordnungsgemäß - "obwohl vorher alles juristisch geprüft worden war". Aber die Vorsitzende der neuen Unternehmergemeinschaft "CiDo" (City-Offensive Dormagen) trägt die Situation mit Fassung. Sie verweist vielmehr auf die Bilanz des neuen Vorstands, dem es gelungen sei, in weniger als zwei Monaten die Finanzen so zu ordnen, dass "CiDo" in diesem Jahr "voll handlungsfähig" ist, so Jonas. Es wurden ein Hauptsponsor gefunden und Altschulden eingetrieben. "Wir haben gute Arbeit geleistet."

Demgegenüber steht der Eindruck, dass die Mitgliederversammlung zum Neustart der Werbegemeinschaft Stadt Dormagen (WSD) verpatzt wurde. "Das Amtsgericht hat nur seine Aufgabe gemacht. Meine ist es jetzt, für eine ordnungsgemäße Mitgliederversammlung zu sorgen", sagt Jonas nüchtern, die plötzlich Vorsitzende der alten Werbegemeinschaft Stadt Dormagen (WSD) ist. Die Innenstadt-Unternehmer müssen erst am 6. Juli wieder für ihren Wunschnamen "CiDo" voten und diesen beim Amtsgericht eingetragen lassen, erst dann ist die alte WSD Geschichte. Dass es ausgerechnet ein ehemaliges WSD-Vorstandsmitglied war, das die Neulinge im "CiDo"-Vorstand beim Amtsgericht "anschwärzte", trägt sie mit Fassung. Gestern Abend traf sie sich mit ihm zu einem klärenden Gespräch.

Vorsitzende der City-Unternehmerschaft: Michaela Jonas. FOTO: ati

Weil die Wahl des geschäftsführenden Vorstands mit Jonas als Vorsitzender und Dirk Reißer als Vize ordnungsgemäß war, ist die Unternehmergemeinschaft auch unter dem Alt-Namen WSD handlungsfähig. Das bekamen WSD-Mitglieder zu spüren, bei denen ausstehende Beiträge eingefordert wurden. In einem Fall bestand sogar ein Vollstreckungsbefehl, der jedoch nicht umgesetzt worden war. Insgesamt rund 3000 Euro flossen so in die Vereinskasse. Geld, das dringend benötigt wurde. Denn bei Durchsicht der Finanzunterlagen stellte Jonas nach ihrer Wahl fest, dass die Kasse ein Minus in eben dieser Höhe aufwies. Jetzt ist die Finanzlage gut, versichert Jonas. Ein Sponsor engagiert sich in beachtlicher Höhe, sagt sie, in der zweiten Jahreshälfte fließen aufgrund der beschlossenen Beitragserhöhung 2500 Euro mehr in die Kasse. Damit sind die anvisierten Projekte gesichert. Gleichwohl wirkt das Eingreifen des Amtsgerichts auch dort nach: Weil der Name "City-Offensive Dormagen nicht offiziell ist, liegt die Entwicklung der Homepage auf Eis.

Neben formalen Hürden muss die künftige "CiDo" nach der Sommerpause auch politisch-strukturelle Hindernisse überwinden. Im Raum steht die Neuorganisation von Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung und dort spielt auch das Wirken der "Cido" hinein. Die Politik fordert zudem eine klare, detaillierte Formulierung des Aufgabenprofils für den geplanten City-Manager. Jonas betont: "Dieses Citymanagment ist beim Stadtmarketing der SVG angesiedelt, soll das Stadtmarketing und die Innenstadtentwicklung unterstützen und an der Marke Dormagen arbeiten. Von CiDo kommt lediglich ein finanzieller Zuschuss."

Engagiert als stellvertretender "CiDo"-Vorsitzender: Dirk Reißer. FOTO: ati
Quelle: NGZ
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