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Dormagen
Clown Itzik bringt Kranke zum Lachen

Dormagen: Clown Itzik bringt Kranke zum Lachen
Israels bekanntester Clown, Itzik Ozery, trat im Malteserstift St. Katharina auf und schenkte seiner Helferin Regina eine Ballon-Schnecke. Leiterin Barbara Caron freute sich über die Vorstellung. FOTO: Salz
Dormagen. Der "Medical Clown" aus Dormagens Partnerstadt Kiryat Ono besuchte gestern das Malteserstift St. Katharina und die Kinderklinik des Lukaskrankenhauses in Neuss. Er überzeugte mit lustigen Zaubertricks und einfühlsamen Gesten. Von Carina Wernig

In seiner Heimat Israel ist Itzik Ozery eine Berühmtheit. Der "Medical Clown" aus der Dormagener Partnerstadt Kiryat Ono ist durch seine Kinder-Radiosendung und regelmäßige Fernsehauftritte ein Star. Allerdings einer ohne Allüren, wie der 53-Jährige gestern beim Auftritt im Malteserstift St. Katharina vor 30 Bewohnern unter Beweis stellte: Seine hervorragenden Zaubertricks waren eingebettet in fröhliche Geschichten und einfühlsame Gesten, mit denen er die Senioren mit einbezog.

So achtete der sympathische Clown Itzik darauf, dass ihn auch alle Zuschauer gut sehen konnten, um keine der Kunst- und Zauberstücke sowie lustigen Ballon-Knetfiguren zu verpassen. Er zog nicht enden wollende Girlanden aus seinem Mund ("Das gibt es doch nicht", so eine Seniorin), ebenso unendlich waren die Clowns-Pappnasen, die Bewohnerin Regina als seine Assistentin in Händen hielt, während das zeitweilige Verschwinden eines Eherings Rätsel aufgab. Besonders eine Bewohnerin brach immer wieder in lautes Lachen aus. "Das ist für mich schöner als alles Geld der Welt: Menschen zum Lachen bringen, denen es sonst vielleicht gesundheitlich nicht so gut geht", sagte Itzik Ozery nach seinem Auftritt. Auch Leiterin Barbara Caron ist sich sicher: "Die Bewohner werden noch lange von dem Erlebnis erzählen."

Auf Einladung von Bürgermeister Erik Lierenfeld und des deutsch-israelischen Städtepartnerschaftsvereins Dormagen - Kiryat Ono gibt Clown Itzik eine Kostprobe seines Könnens: Neben dem Malteserstift besuchte er die Kinderklinik des Lukaskrankenhauses in Neuss, heute ist er in der Kita "Farbenplanet" in Rheinfeld zu Gast, bevor er morgen zurück fliegt. Am Sonntag trat Itzik Ozery beim Maimarkt auf dem Rathausplatz auf: "Hier fühle ich mich zu Hause", lobt er die Gastfreundschaft der Dormagener.

Auch in Israel tritt er seit 27 Jahren ehrenamtlich als "Medical Clown" drei Mal in der Woche im Kinderkrankenhaus auf, um die kleinen Patienten aufzumuntern: "Wenn ich sie von ihrer Krankheit oder vor einer Operation aufheitern kann, macht mich das auch glücklich", betonte der dreifache Vater, der sich eine Glatze schneiden ließ, um einen noch besseren Zugang zu krebskranken Kindern zu erhalten: "So können wir gemeinsam über unsere fehlenden Haare Witze machen." Für das "The Schneider Children's Medical Center" in Petach Tikwa, das größte Kinderkrankenhaus Israels, das ebenso wie Kiryat Ono direkt in der Nähe von Tel Aviv liegt, war er Wegbereiter der "Medical Clown"-Idee, die Kino-Fans aus dem Film "Patch Adams" kennen. Ab nächster Woche nimmt er an einer TV-"Reality Show" teil.

Der Kontakt zu Itzik Ozery kam zustande, als Bürgermeister Lierenfeld seinen Amtskollegen Israel Gal in Kiryat Ono traf: "Ich habe Itzik dort kennengelernt und sein Können bewundert." Der Besuch jetzt soll "den Austausch zwischen Dormagen und Kiryat Ono fördern", erklärte Lierenfeld. Auch Itzik Ozery liegt die Verständigung am Herzen: "Nur über Dialog, Begegnungen und Respekt ist Frieden möglich."

Quelle: NGZ
 
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