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Dormagen
CO-Pipeline: Anwohner trauen Covestro nicht

Dormagen. Bei der Bürgerversammlung zum geplanten Rheindüker wurden Zweifel an Informationen laut.

Ein Dutzend Protestler war zur Bürgerhalle in Leverkusen-Wiesdorf gekommen - um Flugblätter und Broschüren zu verteilen und ein Transparent hochzuhalten. Tenor all dessen: "Stoppt die Bayer-Co-Pipeline." Gemeint war damit nicht nur die lange bestehende Leitung zwischen Leverkusen und Dormagen, sondern auch die seit Jahren heiß diskutierte (bislang noch nicht in Betrieb gegangene) Kohlenmonoxid (CO-) Pipeline zwischen Dormagen und Krefeld.

Anlass des Protests von Mitgliedern der Coordination gegen Bayer-Gefahren, der Initiative Umweltgewerkschaft Köln-Leverkusen, eines Hildener Kinderarztes und eines Angstbürgers, wie er sich selbst bezeichnete, war die Infoveranstaltung, zu der Covestro (ehemals Bayers Kunststoffsparte MaterialScience BMS) in die Bürgerhalle eingeladen hatte. Thema: die CO-Leitung im neuen Rheindüker.

Rund 60 Leute - Covestro- und Currenta-Vertreter sowie Interessierte beziehungsweise Anwohner - diskutierten nach einem 45-Minuten-Vortrag zu Düker-Neubau und Pipeline-Strecke Leverkusen-Dormagen von Martin Wolf (Covestro) und Uwe Wittka (Currenta). Im Saal wurden durchaus kritische Stimmen laut. Mancher klagte, er fühle sich falsch informiert. Die unterschiedlichen Sichtweisen aufs Thema wurden etwa an der Diskussion über ein TÜV-Gutachten zu den Ergebnissen einer Rohrleitungsprüfung im derzeitigen Düker vom Frühjahr deutlich. Bei Prüfung und Gutachten war es um die Frage gegangen, ob der derzeitige Düker trotz gewisser Korrosionsstellen noch sicher ist. Covestro sagt: Ja - die Kritiker sagen: Der Düker roste, die Sicherheit, dass kein CO-Gas austrete, sei nicht mehr gegeben.

Über das Rohrleitungsbündel werden Rohstoffe und Energien zwischen den Chempark-Standorten Dormagen und Leverkusen transportiert, dazu gehört auch das umstrittene Kohlenmonoxid (CO). Für diese Verlegung ist ein weiteres Plangenehmigungsverfahren erforderlich.

(rz/LH)
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