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Dormagen
CO2-Nutzung: Covestro erhält Nachhaltigkeitspreis

Dormagen. Das Chempark-Unternehmen Covestro hat für seine neue CO2-Technologie, bei der das Treibhausgas Kohlendioxid für die Synthese von Kunststoffen eingesetzt wird, einen Nachhaltigkeitspreis erhalten. Das teilte Covestro jetzt mit. Vergeben wurde die Auszeichnung seitens Europur, des europäischen Herstellerverbandes für Polyurethan-Weichblockschaum.

Jean-Pierre de Kesel, Leiter Nachhaltigkeit und Innovation bei der Firma Recticel, lobte im Namen der Jury den "herausragenden" Beitrag solcher Innovationen, um den ökologischen Fußabdruck der Branche zu senken. Der Preis wurde in Kooperation mit der Fachzeitschrift Urethanes Technology International vergeben.

In Dormagen wird Covestro in Kürze die erste Produktionsanlage für Polyether-Polyole auf CO2-Basis in Betrieb nehmen. Die Rohstoffe, die dort künftig unter anderem für Polyurethan-Weichschäume produziert werden, werden zum Beispiel in Matratzen und Polstermöbeln verwendet. Die Entwicklung soll weitergehen: Covestro arbeitet nach eigener Aussage zurzeit mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft an weiteren Komponenten und Einsatzmöglichkeiten für CO2-basierte Polyurethane.

Mit einem umfassenden Programm richtet sich Covestro noch stärker auf nachhaltige Entwicklung aus. Dafür hat sich der Werkstoffhersteller fünf messbare Ziele gesetzt, die er bis 2025 erreichen will. Sie umfassen Prozesse und Produkte ebenso wie die Forschung und Entwicklung. Zudem richtet sich das Programm an Lieferanten, Kunden und Verbraucher. So will das Unternehmen neue Partnerschaften und Geschäftsmodelle entwickeln, um die Lebensumstände von zehn Millionen Menschen in unterversorgten Märkten zu verbessern. Im Fokus stehen ferner Ressourcenschonung und Klimaschutz.

(ssc)
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