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Dormagen
Country-Fest für den guten Zweck

Dormagen. Viele Tänze, detailreiche Verkleidungen und musik sorgten für Stimmung. Von Christian Lücke

Amerikanische Flaggen, Wimpel mit Cowboy-Bildern, zahlreiche verkleidete Tänzer und dazu Countrymusik - es fehlte quasi nur noch die schwingende Tür und das Dormagener Schützenhaus käme einem Wild West Saloon gleich.

Bei der Country- und Linedance-Benefizveranstaltung sorgte ein ganztägiges Programm mit vielen Tänzen und Livemusik für ausgelassene Stimmung. Egal ob beim Linedance in Reihen, beim Squaredance in Paaren oder bei indianischen Varianten wie etwa dem Rundtanz, bei dem man sich zur Musik im Kreis an den Händen haltend bewegt, jeder konnte überall mitmachen. Und etwas Gutes taten die Besucher dabei auch noch: Denn der Eintritt kam dem Haus der Lebenshilfe Nievenheim und der Hospizbewegung Dormagen zu Gute. Initiatorin Rica Kaczmarzyk, die u.a. im vergangenen Jahr schon einen Countryabend veranstaltet hatte, machte es mit dem Benefiz-Tag nun eine Nummer größer. "Damals war es ausverkauft und deshalb hatte ich jetzt den Mut, das noch größer zu machen", sagt sie auch im Hinblick auf das Programm, das neben Indianer- und Countrytänzen auch einen Workshop zum Linedance-Lernen sowie Livemusik bereithielt. Ermöglicht wurde die Veranstaltung auch durch Sponsoren sowie den Schirmherrn Jobst Wierich vom Chempark. Kaczmarzyk hofft auf eine Wiederholung: "Wenn sich die Veranstaltung lohnen sollte, haben die Indianer schon angeboten, sich im nächsten Jahr draußen mit Tipis einzulagern und den Leuten zu zeigen, wie man früher darin lebte."

Auch ohne Tipis verkörperten die in historisch nachempfundener Kleidung tanzenden Indianer die damalige Zeit und klärten die Besucher auch über Missverständnisse auf. "Wir wollen die Lebensweise der nordamerikanischen Indianer darstellen und vom Karl-May-Klischee weg", sagt Armin Thoms, der sich den Namen "Blanc ' Coyot" gegeben hat. So habe es den Marterpfahl, an den Leute gebunden werden, in Wirklichkeit nie gegeben. Lediglich einen Totempfahl, "den gab es im Nordwesten und darin hat man Familiengeschichten eingeschnitzt", sagt Thoms. Was aber durchaus richtig von den Filmen adaptiert wurde ist die Bemalung, vor allem in rot, weil das dortige Gestein zermahlen und mit Wasser oder Büffelfett vermischt eine rote Farbe ergab, erklärt Thoms.

Quelle: NGZ
 
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