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Dormagen
Covestro stellt Neuheiten auf der "K" vor

Dormagen: Covestro stellt Neuheiten auf der "K" vor
Auto der Zukunft: Der SUV mit fugenlosen Oberflächen, Polycarbonat-Verscheibung und Beleuchtung in Holografie-Technologie zieht bei der K 2016 viele Blicke auf sich. FOTO: Michael Rennertz
Dormagen. Der Hersteller von Hightech-Polymerwerkstoffen produziert im Chempark. Neuentwicklungen sollen den Erfolg auch in Zukunft sichern. Noch bis Mittwoch präsentiert sich das Unternehmen auf der Kunststoffmesse K 2016 in Düsseldorf. Von Stefan Schneider

Patrick Thomas blickte erfreut in die große Runde. "Sehr schön, ich sehe viele bekannte Gesichter - sogar aus Russland, China, Taiwan und Thailand", stellte der Vorstandsvorsitzende des Polymer-Unternehmens Covestro kurz vor Eröffnung der weltgrößten Kunststoffmesse K 2016 in Düsseldorf fest. Zur Vorstellung des Covestro-Standes waren Journalisten, Partner und weitere Gäste des Bayer MaterialScience-Nachfolgers aus vielen Ländern, besonders aus dem asiatischen Raum, erschienen. Aktueller Beleg dafür, dass Covestro und seine zu einem wesentlichen Teil im Chempark Dormagen hergestellten Produkte auf internationaler Ebene interessieren, mitunter sogar faszinieren.

Tatsächlich ist eine Menge Erstaunliches unter den Neuentwicklungen zu finden, die bis kommenden Mittwoch in Halle 6 der Düsseldorfer Messe besichtigt werden können. Der Hingucker schlechthin ist ein orange-schwarzer Elektro-SUV, der einen Eindruck davon vermittelt, wie Autos in Zukunft aussehen können. Futuristisch wirken besonders Front und Heck des Wagens. Scheinwerfer im herkömmlichen Sinne sind perdu, sie sind in leuchtende Flächen mit Holografie-Technologie integriert. Die gesamte Beleuchtung wird dadurch zum Styling-Element. Ein anderer neuer Trend sind fugenlose Oberflächen, die nicht nur ästhetisch ansprechend sind, sondern auch den Luftwiderstand und somit den Energieverbrauch verringern. Eine extrem flache Verscheibung aus Polycarbonat bietet dem Fahrer und auch den anderen Insassen hervorragende Rundumsicht; es gibt praktisch keinen toten Winkel mehr.

An der "Sample Bar" können Besucher die Eigenschaften von Covestro-Werkstoffen durch Sehen, Fühlen und Hören "begreifen". FOTO: Rennertz/Covestro

"Pushing boundaries", das Verschieben von Grenzen, ist das Oberthema, unter das Covestro die Präsentation seiner Neuentwicklungen auf der Messe gestellt hat. Heißt: Dinge, die unmöglich scheinen, doch möglich machen. Ein Beispiel dafür sind igluartige Notunterkünfte für den Soforteinsatz bei Naturkatastrophen. Die faltbaren mobilen Einzelteile enthalten einen Flüssigkeitsbehälter mit Polyol und Isocyanat. Die beiden Stoffe reagieren miteinander und schäumen die Einheiten vor dem Einsatz aus - fertig ist die schützende Behausung.

Nicht minder überzeugend ist das, was Covestros kreative Köpfe sich zu auf der Haut tragbarer Elektronik haben einfallen lassen. Die sogenannten Wearables aus thermoplastischen Folien oder thermoplastischem Schaum können nicht nur Fitnessgrad, Herzfrequenz oder Körpertemperatur messen, sondern sind gleichzeitig dünn wie Pflaster, oft atmungsaktiv und witterungsbeständig und lassen sich leicht wieder abziehen.

Trendig-schick: transparentes Kinderfahrrad aus Makrolon. FOTO: Michael Rennertz

Klarer Fall, dass Vorstand Patrick Thomas auch jene bahnbrechende Methode in den Fokus rückte, mit der Covestro das Treibhausgas Kohlendioxid bei der Herstellung wertvoller Kunststoffe nutzbar macht. Noch in diesem Jahr sollen Matratzen und Polstermöbel aus CO2-basiertem Schaumstoff auf den Markt kommen. Die erste Produktionsanlage dafür steht in Dormagen.

Quelle: NGZ
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