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Dormagen
Covestro will Kohlendioxid-Ausstoß halbieren

Dormagen: Covestro will Kohlendioxid-Ausstoß halbieren
Kohlendioxid wird Baustein für Schaumstoff. Covestro will zudem den CO2-Ausstoß halbieren. FOTO: BMS
Dormagen. Das Unternehmen setzt sich auch zeitlich ein ehrgeiziges Ziel: Die 50-prozentige Verringerung soll 2025 erreicht sein.

Gerade erst hat Covestro Kritik von Umwelt- und Naturschutzverbänden sowie der "Coordination gegen Bayer-Gefahren" einstecken müssen, da setzt das Unternehmen zum Konter an. In beiden Fällen geht es um das umweltschädliche Klimagas Kohlendioxid (CO2). Dessen Einsatz als Rohstoff in der Kunststoff-Produktion des Bayer MaterialScience (BMS)-Nachfolgers hatte Covestro den Vorwurf des Öko-Schwindels eingebracht - unter anderem wegen des damit verbundenen hohen Energieaufwandes. Umweltschützer hatten stattdessen "die Förderung wirklich nachhaltiger Verfahren" verlangt. Was Covestro erst am zurückliegenden Wochenende offiziell bekannt gab: Das Unternehmen arbeitet nicht nur seit längerer Zeit an Lösungen für eine gesteigerte Energieeffizienz, sondern plant auch eine drastische Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Der soll bis zum Jahr 2025 gegenüber den Werten von 2005 um die Hälfte gesenkt werden. Covestro bekenne sich damit zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, betont Unternehmenssprecher Frank Rothbarth in einer Pressemitteilung.

Richard Northcote, Chief Sustainability Officer bei Covestro und somit verantwortlich für den Bereich Nachhaltigkeit, sieht in den Plänen auch wirtschaftliche Vorteile. "Wir sind sehr froh, dass unser Vorstand die Agenda für nachhaltige Entwicklung weiter vorantreiben will", sagt er. "Dies hängt auch mit der künftigen Entwicklung unseres Unternehmens zusammen. Unser Geschäftsmodell ist auf die stetige Entwicklung neuer Nachhaltigkeitslösungen ausgerichtet, denn genau danach verlangen die Märkte." Northcote hält den selbst gesteckten Zeitrahmen für realistisch. 2005 habe Covestro-Vorgänger BMS eine Senkung der CO2-Emissionen um 20 Prozent angekündigt und dies innerhalb von sechs Jahren erreicht. "Dann haben wir uns eine Senkung um 30 Prozent vorgenommen und diese innerhalb von drei Jahren umgesetzt. Das nächste Ziel waren 40 Prozent. Während wir dabei auf der Zielgeraden sind, planen wir nun bereits einen neuen Rekord", kündigt Northcote an. In Dormagen hat Covestro gerade 15 Millionen Euro in eine neue Produktionsstraße investiert. Dort soll in Kürze Kohlendioxid als Rohstoff für die Kunststoffproduktion verarbeitet werden.

(ssc)
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