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Dormagen
Cyber-Angriff: Rathaus ergreift weitere Schutzmaßnahmen

Dormagen. Die Stadt Dormagen ergreift nun weitere Maßnahmen, um sich vor zurzeit kursierenden gefährlichen Computerviren zu schützen, wie sie vor kurzem das Lukaskrankenhaus in Neuss befallen haben. Wie die Pressestelle der Stadt gestern mitteilte, hat das Auswirkungen auf den Mail-Verkehr der Bürger mit der Stadt: "Um die Gefahr von gefährlichen Computerviren zu verringern, schränkt der städtische IT-Service den Empfang von Dateien für die Stadtverwaltung ein", so Stadt-Sprecher Swen Möser: "Bürger, die den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Informationen mittels Office-Dokumenten oder ähnlicher Programme zukommen lassen wollen, sollten bis auf weiteres nur pdf-Dateien verwenden." Auch alle Arten von Bilddateien wie jpg, tiff oder png werden jetzt aus den Anhängen entfernt.

Damit besteht neben dem dreistufigen Virenscan-Modell der Stadtverwaltung, bei dem eingehende Mails erst über das Rechenzentrum der ITK Rheinland, der Stadt und dann lokal an den Rechnern der städtischen Mitarbeiter überprüft werden, ein weiterer Schutz vor Cyber-Attacken und Computerviren.

In den vergangenen Tagen hatte der Angriff von Schadsoftware über Datei-Anhänge unter anderem mehrere Kliniken in Deutschland lahmgelegt. Es hatte sich herausgestellt, dass oft E-Mail-Anhänge dafür verantwortlich waren. "Dieses Risiko wollen wir mit den Einschränkungen verringern. Wir können diese Dateien zwar separat überprüfen und gegebenenfalls wieder zugänglich machen, dies ist jedoch aufgrund der Vielzahl von E-Mail-Eingängen mit einem sehr hohen Aufwand verbunden. Besser ist es, die Informationen direkt in die E-Mail zu schreiben oder eben ein pdf zu benutzten", erklärt der Leiter des städtischen IT-Service, Wolfgang Zimmer.

(cw-)
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