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Dormagen
Dank an Ehrenamtliche mit Sommerempfang

Dormagen: Dank an Ehrenamtliche mit Sommerempfang
Filmemacher Andreas Kranz (r.) brachte zwei neue Videos mit, die Jobst Wierich (Currenta), Bernd Gellrich (Diakonie) und Erik Lierenfeld, v. l., zeigen. FOTO: ATI
Dormagen. Stadt, Currenta und Freiwilligenagentur schnüren "Dankeschön"-Paket mit Handball-Besuch und Vormittag in der Theaterscheune. Von Klaus D. Schumilas

Die Dormagener, die seit Wochen, Monaten oder Jahren sich um ihre Mitmenschen in der Stadt kümmern, egal ob es Flüchtlinge sind, Kinder, Alte oder Bedürftige gleich nebenan - sie haben an diesem Wochenende auf eine beeindruckende Art und Weise Wertschätzung erfahren. Mehrere hundert Ehrenamtliche verfolgten am Freitagabend den tollen Handball-Auftaktsieg des TSV Bayer, gestern verbrachten sie bei prächtigen äußeren Bedingungen auf dem Kloster-Gelände in Knechtsteden einen Vormittag, wie er besser nicht hätte sein können. Die Stadt hatte in Partnerschaft mit Chempark-Betreiber Currenta sowie der Freiwilligenagentur des Diakonischen Werkes dieses Dankeschön-Paket geschnürt - "weil die Ehrenamtler zur ,Haute volée' in Dormagen gehören", sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld. "Wer sich viele Stunden freiwillig engagiert, der ist damit genauso wichtig wie andere Persönlichkeiten in der Stadt".

Lierenfeld sprach von einer "Welturaufführung" in der Theaterscheune des Klosters: "Eigentlich sind Sie hier nämlich beim Neujahrsempfang der Stadt - der zum ersten Mal mitten im Sommer stattfindet." Richtig ist, das klärte er dann auch auf, dass der traditionelle Neujahrsempfang Anfang des Jahres aus Kostengründen der Haushaltssperre zum Opfer gefallen war. Daraus wurde jetzt die Idee geboren, ihn mit dem Ehrenamtsfest zu kombinieren. Mit Musik von Tina van Wickeren und Nadine Weyer empfangen und begleitet, vom Catering des Klosterhofs verwöhnt, waren die Gäste bei der Premiere von zwei Videofilmen dabei, die Filmemacher Andreas Kranz produziert hat. Im Mittelpunkt steht das Ehrenamt, das auf ganz unterschiedliche Art und Weise in der Stadt gelebt wird. Zum einen von den Schützenbruderschaften und -vereinen, die abseits des Marschierens und Feierns sich unter dem Jahr einbringen. "Genau dieses zu zeigen war die Absicht", erzählt Kranz. Weil er lange in Dormagen gelebt hat und die Menschen hier kennt, war er dafür prädestiniert, dieses Video zu drehen. In einem zweiten Video, ebenfalls zwölf Minuten lang, wird das Engagement von Dormagenern für die Flüchtlinge gezeigt. Wie das von Thomas Fresewinkel, der eine nigerianische Familie betreut. Die große Hilfsbereitschaft, die Bürgermeister Lierenfeld in der Stadt ausgemacht hat, mache ihm auch "Mut, für die Flüchtlingsbetreuung künftig eine dauerhafte Lösung zu suchen". Das könnte, so der aktuelle Plan, eine zentrale Landesaufnahmeeinrichtung am Wahler Berg sein. "Dieses Thema wollen wir jetzt mit den Ratsfraktionen und auch den Bürgern in Ruhe besprechen."

Lierenfeld sprach auch Unangenehmes an: den Ärger unter Schützen- und Karnevalsvereinen, denen die vielen Sicherheitsauflagen bei Veranstaltungen zu schaffen machen. "Als Stadt sind uns hier aufgrund der Bestimmungen von Land und Bund die Hände gebunden", so der Bürgermeister. "Eine Patentlösung habe ich nicht." Er warb dafür, bei Konflikten den Kontakt zum Rathaus zu suchen. Für die, die Dampf ablassen wollten, hatte die Stadt gestern eigens Kritikbögen ausgelegt, um so die Chance zu geben, der Stadt einen "positiven Denkzettel" in eine Box zu werfen.

Quelle: NGZ
 
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