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Dormagen
Das Deutsche Rote Kreuz zeichnet langjährige Blutspender aus

Dormagen. Insgesamt 20 Freiwillige sind jetzt für ihren Einsatz mit Nadel, Urkunde und Präsent belohnt worden. Zwei 125-malige Blutspender bei Feierstunde geehrt. Von Dagmar Fischbach

Hans Günter Touissant war gerade mit dem Studium fertig, als er zum ersten Mal Blut gespendet hat. "Ich hatte meinen ersten Job bei Bayer angefangen. Dort wurden die Mitarbeiter zum Spenden aufgerufen. Für mich gab es keinen Zweifel, ich machte natürlich mit ", erzählt er. Und das tut er heute noch. Der Dormagener ist jetzt vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Dormagen bei einer Feierstunde, an der Vize-Bürgermeister hans Sturm teilnahm, für 125 Blutspenden geehrt worden. Dafür gab es Ehrennadel, Urkunde, Einkaufsgutscheine und eine Flasche Rotwein. "Eine schöne Anerkennung, über die ich mich sehr freue. Aber wichtiger ist für mich das Wissen, mit meiner Spende Leben retten zu können", so Toussaint.

Nach Statistiken des DRK wird das meiste Blut zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Sport- und Verkehrsunfälle. Bei schweren Unfällen könne es laut DRK-Statistik vorkommen, dass bis zu zehn Blutkonserven gebraucht werden.

Toni Hahn weiß, wie lebenswichtig Blutspenden sein können. "In unserer Familie gab es einen schweren Fall von Blutarmut - hätte es keine Blutkonserven gegeben, wäre es das Todesurteil gewesen", erzählt der 62-Jährige. Auch er ist vom DRK für 125 Mal Blut spenden ausgezeichnet worden. Insgesamt 62,5 Liter Blut wurden ihm seit seiner ersten Spende mit 21 Jahren abgezapft. "Ich gehe durchschnittlich fünf Mal pro Jahr zur Spende. Dabei wird mein Blut jedes Mal genau untersucht. Dadurch habe ich auch immer die Gewissheit, dass bei mir alles in Ordnung ist - zumindest Krankheiten, die im Blut festgestellt werden können habe ich nicht", sagt er.

Wie Touissant und Hahn können alle gesunden Frauen und Männer ab 18 Jahren Blut spenden. Um zu verhindern, dass sie Eisenmangel bekommen, ist die Spendenzahl für Frauen auf vier und für Männer auf sechs pro Jahr beschränkt. Zwischen den einzelnen Spenden sollten zwei Monate Pause liegen.

Doch die Bereitschaft, Blut abzugeben, sinkt. "Viele ältere Menschen können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spenden, und die Jugend kommt nicht nach. Oft werden wir als erstes gefragt, was es dafür gibt, und wenn die Leute hören, dass wir kein Geld zahlen, gehen sie wieder", erzählte Renate Mauth, die beim DRK in Dormagen für die Blutspender zuständig ist.

Umso vorbildlicher das Engagement der 20 Blutspender, die das DRK nun auszeichnete. Die Ehrung für 100 Blutspenden erhielten Alfred Zelber, Peter Mayer und Ursula Jakoby. Für 75 Blutspendetermine wurden Manfred Klein, Hans-Joachim Ceglar, Hubert Broich, Manfred Grischau, Bernd Baykowski und Ralf Schidlowski geehrt. Und für 50 Spenden waren es Jürgen Iredi, Jochen Ripphahn, Bernhard Glauer, Torsten Knapp, Friedhelm Spitzenberg, Gabriele Batzer und Hannelore Meyer.

Quelle: NGZ
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