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Dormagen
Das Ehrenmal in Rheinfeld soll auf die Denkmalliste

Dormagen. "Den Toten zum Gedenken, 1914-1918, 1939-1945" - mit dieser Inschrift auf dem Ehrenmal an der Piwipper Straße/Theodor-Bremer-Straße wird in Rheinfeld an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs erinnert. Bronzetafeln, die auf den drei anderen Seiten des Obelisken angebracht waren, wurden bereits zwei Mal gestohlen, zuletzt im März dieses Jahres. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) - Amt für Denkmalpflege im Rheinland - hat nun beantragt, das Bauwerk in die Denkmalliste aufzunehmen. Darüber entscheidet der Dormagener Kulturausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 21. November, ab 17.30 Uhr in der Kulturhalle (Langemarkstraße). Die Stadt empfiehlt den Ausschussmitgliedern, dem Antrag zuzustimmen.

"Das Ehrenmal für Gefallene der beiden Weltkriege in Rheinfeld ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Denkmalschutzgesetz NRW", schreibt das LVR-Amt für Denkmalpflege. Heißt: Es ist bedeutend für die Geschichte des Menschen. An seiner Erhaltung und Nutzung bestünde "aus wissenschaftlichen, hier orts- und memorialgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse".

Die Rheinfelder hatten sich in den 1920er Jahren trotz einiger Widerstände stark für die Errichtung des Ehrenmals eingesetzt, die 1926 verwirklicht wurde. Die finanziellen Mittel dafür wurden zu einem großen Teil von der Bevölkerung gespendet. Den hohen Stellenwert des Ehrenmals innerhalb Rheinfelds dokumentierten die Initiativen, die sich in den letzten Jahrzehnten für die Bewahrung des Erinnerungsortes einsetzten, schreibt das Amt für Denkmalpflege. Zudem repräsentiere es eine Richtung der stilistischen Entwicklung der Memorialkultur nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland.

(ssc)
 
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