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Dormagen
Das Esel-Paradies in Zons wird vergrößert

Dormagen: Das Esel-Paradies in Zons wird vergrößert
Peter Norff mit den Eseln Karlotta (l.) und Lilly auf dem neuen Allwetter-Platz, der gerade im Eselpark Zons entsteht. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Der Eselpark, den Peter Norff mit viel Herzblut betreibt, erhält einen Allwetter-Platz. Pläne für Therapiezentrum werden weiter verfolgt. Von Carina Wernig

Fröhlich tollt Karlotta mit den anderen Eseln auf der Weide herum, dass sie ein Neuzugang ist, merkt der Besucher nicht. "Sie hat bei uns ihr neues Zuhause gefunden", sagt Peter Norff über die Eseldame. Der Initiator des Eselparks Zons und des gleichnamigen Vereins engagiert sich mit viel Herzblut für das Tier-Paradies am Rande von Zons. "Hier sollen sich vernachlässigte Tiere wohl fühlen", erklärt der Zonser Schützen-Chef. Zurzeit sind zehn Esel, ein Muli und ein Pony im Stall an der Aldenhovenstraße 100 untergebracht - tagsüber sind die Tiere vor allem auf der Wiese anzutreffen.

Zurzeit wird im Eselpark kräftig gearbeitet, es entsteht ein Allwetter-Platz. Auf dem Sandplatz mit speziellem Unterbau können kranke Pferde Auslauf erhalten, dazu ist er eine gute Möglichkeit, dass sich die Esel auch bei schlechtem Wetter draußen aufhalten können, wie Peter Norff erklärt: "Dann müssen sie an Regentagen nicht im Schlamm stehen." Mit fünf Freiwilligen hat Norff den Sandplatz aufgebaut, insgesamt sind knapp 50 Tierfreunde Mitglied im Eselpark-Verein. Größere Ausmaße als das Areal vor dem Stall muss der Allwetter-Platz nicht erhalten: "Wir wollen ja keinen Zirkus mit den Tieren veranstalten oder Dressur-Kunststücke einüben", betont Norff. Die Tiere - und dann auch die Besucher - sollen sich wohlfühlen.

Aus "Noträumungen", wenn ganze Ställe aufgegeben werden, treffen immer mehr Tiere im Idyll in Zons ein - nicht nur Esel, sondern auch Schafe, Ziegen und Truthähne. So hat der Verein "Eselpark Zons" gerade 15 Hühner gerettet, deren Federkleid die schlechte Behandlung der Vorbesitzer noch anzumerken ist.

Besucher sind willkommen, wenn sie sich ans Fütter-Verbot halten, auf das ein Schild am Eingang aufmerksam macht. "Leider halten sich nicht alle Gäste dran", kritisiert Peter Norff. Das hat dann zur Folge, dass die Tierärztin auch mal eingreifen muss, wenn den Eseln die gut gemeinte, aber für sie unverträgliche Gabe im Magen "quer liegt".

"Der Besuch bei den Eseln entspannt sofort", weist Norff auf die besondere Wirkung der Tiere hin. Dieser Erholungs-Effekt soll auf lange Sicht in ein Esel-Therapiezentrum münden, für das Peter Norff bereits erste Pläne erstellen ließ. "Da befinde ich mich noch in Gesprächen, vielleicht werden auch testweise schon einmal Therapiestunden angeboten", erklärte er.

Die pädagogische Arbeit für Kinder wird auf jeden Fall weiter angeboten, so stehen Besuche von Kindergärten auf dem Programm. Dabei möchte Norff den Mädchen und Jungen mehr vermitteln, als sich "nur" über die flauschigen und niedlichen Esel zu freuen: "Ich möchte gern mehr über die Esel, ihr Verhalten und ihre Nahrung erklären, damit die Kinder auch etwas lernen." Er beantwortet dann gern Fragen, dazu können die Kinder Eselbilder malen und sich so mit ihnen auseinandersetzen.

 

Quelle: NGZ
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