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Dormagen
Das Parken in Zons wird neu geregelt

Dormagen: Das Parken in Zons wird neu geregelt
Parkplätze in der Zonser Altstadt sind begehrt - auf der Rheinstraße darf weiter nicht geparkt werden. Nun wird eine neue Kompromiss-Regelung erprobt, die den Park-Druck etwas abmildern soll. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. Nach mehr als zwei Stunden engagierter, aber lösungsorientierter Diskussion mit Bewohnern aus der Zonser Altstadt stand bei der Bürgerversammlung ein Kompromiss, der das Parken neu regelt und den bis auf eine Ausnahme alle mehr als 80 Bürger im Feuerwehrgerätehaus billigten. Von Carina Wernig

Die Zonser Altstadt bleibt grundsätzlich - mit den bekannten Einschränkungen - befahrbar, allerdings sollen die meisten Parkplätze den Anwohnern vorbehalten bleiben. Sie können mit einer Bewohnerplakette wie bisher gegen eine Gebühr dort parken. Die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen wird diese Plakette ab 1. Juli jedoch nicht mehr unbefristet, sondern nur noch für zwei Jahre ausstellen. Dann können weggezogene Zonser dort nicht mehr parken. Auf 260 Haushalte (etwa 400 Autos) kommen rund 180 bis 200 öffentliche Stellplätze, darunter 65 in der Tiefgarage.

Wichtig war vielen Anwohnern bei der Versammlung, dass gehbehinderte Kunden des Handels sowie Besucher mit Gepäck weiter kurz halten dürfen. Sie müssen dann aber die Parkplätze außerhalb der Zonser Stadtmauern anfahren. Mit einem gebührenpflichtigen Besucherausweis können Gäste der Anwohner auf dem Rheintorparkplatz und dem Mühlenparkplatz dann kostenfrei parken. Überlegt wird ein weiteres Zugeständnis: Damit Kunden von Gastronomie, Handwerk und Handel in der Altstadt parken können, soll nach der Fertigstellung des neuen Kreisarchivbaus ein Kontingent von 15 Kurzzeitparkplätzen entstehen: "Da könnten die Besucher von 8 bis 18 Uhr werktags für eine Stunde mit einer Parkscheibe stehen - abends dann die Bewohner", erklärte Erster Beigeordnete Robert Krumbein.

Zugleich kündigte die Verwaltungsspitze die von vielen Anwohnern geforderte bessere Beschilderung des Durchfahrtsverbots ab dem Ex-Bürgerhaus an - und die ebenfalls gewünschte stärkere Kontrolle der Falschparker. Mit Zick-Zack-Linien werden zudem mehrere Straßenecken markiert, so dass Feuerwehr und Rettungsdienste besser durchkommen. "Auch das wird stärker kontrolliert, womöglich wird auch abgeschleppt", kündigte Bürgermeister Erik Lierenfeld an. Er hofft auf spürbare Verbesserungen für die Anwohner: "Wir probieren diese Neuregelung jetzt aus.

Falls sie sich als negativ herausstellen sollte, greifen wir das Thema wieder auf." Nachdem beim Zonser Bürgerforum im August 2015 die Bewohner die Parksituation bemängelt hatten, hatte die Stadt im Herbst einen Fragebogen entwickelt. Von den 280 ausgegebenen Bögen kamen 137 zurück. Die Unzufriedenheit der Anwohner mit der Parksituation war hoch (54 Prozent mangelhaft, 24 nur ausreichend), wie Stadtmarketingleiter Guido Schenk die Auswertung vorstellte.

Die große Mehrheit der Bewohner kritisierte bei der Umfrage, dass auswärtige Besucher die wenigen vorhandenen Parkplätze belegten. Überlegungen wie eine Fußgängerzone, ein verkehrsberuhigter Bereich, Parkverbot für die gesamte Altstadt oder versenkbare Poller lehnte die überwältigende Mehrheit auf den Fragebögen ab.

Quelle: NGZ
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