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Dormagen
Das "Piwipper Böötchen" legt trotz Niedrigwasser in Monheim an

Dormagen. Der Kölner Pegel wird am Wochenende unter 1,50 Meter fallen. Davon ist Professor Heiner Müller-Krumbhaar überzeugt. Der Vorsitzende des Vereins "Piwipper Böötchen", der seit 2012 den Fährbetrieb zwischen Dormagen und Monheim wieder aufgenommen hat, gibt jedoch Entwarnung: "Wir können sicher noch bis 1,0 Meter Kölner Pegel über den Rhein übersetzen", weist er darauf hin, dass das Schiff "Piwipp" heute und morgen wie an jedem Wochenende bis 18. Oktober von 10.30 bis 18 Uhr die Passagiere aufnehmen wird. Von Carina Wernig

Während die Dormagener Seite mit dem Anleger den Schiffsführern bei keinem Rheinwasserstand Probleme bereitet, können sie auf Monheimer Seite bei Niedrigwasser nicht mehr am Strand selbst anlegen, sondern weichen zur Kribbe aus. Das bedeutet dann einen weiteren Weg für die Fahrgäste. "Das ist unter Umständen für Rollstuhlfahrer oder Nutzer von Rollatoren sehr beschwerlich, sich durch den Kies fortzubewegen", bedauert Müller-Krumbhaar. Er hofft, dass die Stadt Monheim wie angekündigt 2016 einen Anleger bauen lässt. "Das würde uns unabhängiger von Niedrigwasser machen", sagt er.

Die bisherige Saison verläuft inzwischen sehr gut. Nach einem eher schlechteren Start wegen des kalten Wetters waren vor allem die beiden vorigen Wochenenden ein großer Erfolg für die Betreiber des "Piwipper Böötchens". "Wir sind natürlich wetterabhängig: zu kalt ist genauso schlecht wie zu heiß", sagt der Vorsitzende. Mehr als 30 Sonderfahrten, darunter 14 Trauungen, zeigen, wie beliebt die Fähre bei den Passagieren ist.

Ein großes Lob zollt Müller-Krumbhaar den ehrenamtlichen Fährhelfern: "Sie machen einen großartigen Job, sind immer zuverlässig und freundlich." Der Verein "Piwipper Böötchen", der die Wiederaufnahme der rund 35 Jahre ruhenden Fährverbindung gestemmt hat, ist quasi schuldenfrei: "Unsere liquiden Mittel sind höher als der noch zurückzuzahlende Kredit", sagte Müller-Krumbhaar. Generell möchte der Verein eine Reparatur-Rücklage aufbauen: "Wir brauchen Reserven als Sicherheit."

Quelle: NGZ
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