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Dormagen
Das Team des Gohrer Adventsmarktes

Dormagen: Das Team des Gohrer Adventsmarktes
Organisieren den Gohrer Adventsmarkt vor St. Odilia (v.l.): Marita Jungverdorben, Hermann Simonis, Hildegard Ziemons und Elke Widmann FOTO: A. Tinter
Dormagen. Bereits zum fünften Mal veranstaltete die Gohrer Gemeinde am Samstag den Adventsmarkt. Viele helfende Hände tragen zu seinem Gelingen bei. Der Erlös kommt der Gohrer Jugend und einem Projekt in Pakistan zugute. Von Vera Straub-Roeben

Alle Jahre wieder - seit inzwischen fünf Jahren - veranstalten die Gohrer ihren kleinen, aber feinen Adventsmarkt auf dem Kirchplatz vor St. Odilia. Er ist aus dem früheren Basar erwachsen. "Den Basar gab es nach fast 40 Jahren nicht mehr - und weil unser Kirchplatz so schön ist, hatten wir die Idee, dort einen Adventsmarkt zu veranstalten, in den wir das ganze Dorf einbeziehen", sagt Claudia Fuhs, die mit ihrem Mann Andreas sowie Hildegard Ziemons, Elke Widmann, Hermann Simonis, Elke Vorholt, Marita Jungverdorben und Peter Steprath schon nach den Sommerferien mit der Organisation beginnt.

An insgesamt 13 Buden, Wagen und Ständen auf dem Kirchplatz und im Saal des Landgasthauses gibt es Adventskränze und -gestecke, Feuerzangenbowle, selbstgestrickte Schals, selbstgenähte Täschchen, Schmuck, T-Shirts, Marmelade, Liköre, Schokolade, selbstgebastelte Tannenbäumchen von den Kindern der Grundschule und vieles mehr. Hildegard Ziemons betreut den "Gepa"-Stand, an dem sie fair gehandelte Produkte verkauft. Kinderschminken, eine Malecke und Spielzeug vertreibt den jungen Besuchern die Zeit, während Eltern und Großeltern es sich in der Cafeteria gut gehen lassen.

"Schön ist, dass alles aus der Gemeinde kommt und auch in der Gemeinde bleibt", sagt Fuhs. "Alles, was erwirtschaftet wird, wird gespendet." Jedes Jahr kommen so 3000 Euro zusammen. "Eine Hälfte spenden wir stets an ein Projekt in Pakistan, das eine Schwester vom Heiligen Kreuz vor vielen Jahren ins Leben gerufen hat. Sie ist inzwischen verstorben, aber die Schule für Mädchen und junge Frauen, die es ihnen eine Ausbildung ermöglicht, um Arbeit zu finden, gibt es immer noch." Die andere Hälfte kommt der Gohrer Jugend zugute: "Wir haben ein Konto, auf das wir die Erlöse einzahlen, und die Gohrer Vereine können einen Antrag stellen", erklärt Fuhs. So haben dank des Adventsmarkts schon die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Unterstützung bei Aktionen bekommen, der Sportverein SuS Gohr Bälle und weiteres Zubehör, die OGS ein neues Sofa, die Feuerwehrjugend einen neuen Materialkoffer, die Kita einen Experimentierkoffer, die Schule Spielmaterial für den Schulhof.

Das alles ist aber nicht möglich ohne die ehrenamtlichen Helfer: Die Kirche spendet den Strom, viele Frauen bringen Kuchenspenden und die Feuerwehr schmückt - sehr zur Freude der Kinder - den Baum auf dem Kirchplatz.

Fast von der ersten Stunde an mit dabei ist Marita Jungverdorben. Sie macht in der Cafeteria mit. "Ich bin vor 34 Jahren nach Gohr gezogen und als Grundschullehrerin - ich habe auch Religion unterrichtet - hatte ich sehr schnell einen Bezug zur Pfarre. Ich habe dann Hildegard Ziemons kennengelernt und mich gern beim Basar eingebracht." Darüber hinaus kümmert sich das Mitglied im Ortsausschuss noch um viel mehr: Sie betreut die Sternsinger und organisiert das faire Frühstück nach der Familienmesse am dritten Advent mit. Hermann Simonis zählt von Anfang an zum Organisationsteam und freut sich, dass sich der Markt immer mehr etabliert: "Ich wohne seit 1998 mit meiner Familie in Gohr und habe hier meine Heimat gefunden."

Quelle: NGZ
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