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Dormagen
Dauerschwimmer machten Strecke

Dormagen: Dauerschwimmer machten Strecke
Viele der Sportler beim 24-Stunden-Schwimmen rissen mehrere Kilometer in der Römer-Therme ab. Alle Teilnehmer erhielten Auszeichnungen FOTO: Berns
Dormagen. Rund 1200 Teilnehmer bei der 24-Stunden-Aktion des TSV Bayer Dormagen. Von Klaus Niehörster

Alle waren sie dabei, freute sich Annette Dannemann, Sprecherin der Schwimmabteilung beim TSV Bayer Dormagen, vom Seepferdchen-Kind bis zu gestandenen Gewohnheitsschwimmern von Mitte 80. Ob Rücken, Brust oder Kraulen - jeder Schwimmstil war zugelassen. Sie kamen einzeln, in Gruppen oder als Familie und konnten sich für 5 Euro einmal rund um die Uhr im Wasser austoben.

Alle Teilnehmer des 24-Stunden-Schwimmens beim TSV in der Römer-Therme erhielten eine Urkunde, angefangen mit Bronze für zurückgelegte 500 Meter, über eine Silbermedaille ab 1500 Meter bis hin zu einer Goldmedaille ab 3000 Meter. Ab 10.000 Meter winkte eine Extra-Auszeichnung. Übungsleiterin Uta Geratz wundert sich: "Manche waren dabei, die sonst überhaupt nicht kommen. Mag sein, dass sie von der Veranstaltung angelockt wurden." Dieses 24-Stunden-Schwimmen ist ein Breitensport-Event, bei dem Spaß und Freude am Sport im Vordergrund stehen. Entsprechend wurde es von den Besuchern auch angenommen.

Man glaubt es kaum, aber einige sind bereits am Vorabend ins Wasser gegangen und peilten allen Ernstes zurückgelegte 40 Kilometer an. Das ist eine Distanz, mit der sie mühelos den Ärmelkanal durchqueren könnten. Zudem ist vom Veranstalter für die längste geschwommene Strecke zwischen 0 und 6 Uhr eigens ein "Nachtpokal" ausgeschrieben. Im und am Pool war also allerhand los, und die für die reibungslose Organisation und auch für Speisen und Getränke aufgebotenen 50 Helfer hatten alle Hände voll zu tun.

Während manch einsamer Schwimmer und sogar ganze Gruppen ihre Bahnen durch das himmelblaue Wasser zogen, ruhte sich eine andere Gruppe auf dem Rasen aus. Goldverdächtige Strecken hatten diese Bediensteten der Neusser Augustinus-Kliniken zurückgelegt. "Drei oder fünf Kilometer schwimmen, das reicht", zieht Vera Lottmann Bilanz.

"Mir fehlten einige Zähler mehr am Rand", machte ihre Schwester, Oberärztin Corinna Lottmann, einen Verbesserungsvorschlag für die nächste Veranstaltung. Insgesamt überwog bei allen Besuchern der Spaßfaktor, und wohl jeder stimmte zu, wie wichtig der insgeheime Appell des TSV Bayer Dormagen genommen werden sollte: Nämlich mehr Sport zu treiben, am besten zu schwimmen.

Quelle: NGZ
 
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