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Dormagen
Deichverband baut Schutztore auf

Dormagen: Deichverband baut Schutztore auf
Erstmals wurden am Samstag die Hochwasserschutztore aufgebaut. Dabei wurde festgestellt, dass einige Schrauben erneuert werden müssen. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Eine Reservistenkameradschaft war ebenfalls im Einsatz. Eine Mängelliste wird jetzt abgearbeitet. Von Vera Straub-Roeben

Auch wenn das letzte große Hochwasser bereits mehr als 20 Jahre zurückliegt, soll der Hochwasserschutz Deichstets gewährleistet sein. Dafür setzt sich der Deichverband in enger Zusammenarbeit mit der Reservistenkameradschaft, unterstützt von Feuerwehr und Technischem Hilfsdienst (THW) ein und organisiert jährlich eine Übung. Dieses Mal wurden die Hochwasserschutztore an der Deichstraße sowie auf dem UCT-Gelände am Stürzelberger Hafen aufgebaut.

Die Technischen Heimräte Werner Rieck und Hartmut Aschenbruck haben gemeinsam mit Hauptfeldwebel Erik Heinen, Leiter der Reservistenkameradschaft, den Übungsplan abgestimmt und dabei Augenmaß bewiesen: "Soweit wir wissen, wurde das Tor an der Deichstraße noch nicht aufgebaut - und wie das bei Erstlingswerken so ist, zeigte sich schnell Verbesserungsbedarf", resümierte Deichgräf Reinhard Hauschild. "Hier und da passten Schrauben nicht oder konnten mit dem Werkzeug nicht so bewegt werden, dass sie komplett eingeschraubt werden können. Außerdem haben wir festgestellt, dass die Dichtlippen zur Straßenseite zwar aufsitzen, nicht aber zur Wasserseite. So bestünde die Gefahr, dass sie das Hochwasser nicht halten können."

Die fraglichen Teile wurden markiert oder gesondert gelagert, um sie schnellstmöglich zu reparieren oder zu erneuern. "Wenn alles passt und funktioniert, brauchen wir etwa 75 Minuten, um das Tor an der Deichstraße aufzubauen. Aber das Hochwasser kommt ja nicht plötzlich, so haben wir Vorlaufzeiten." Es gebe einen Einsatzplan, in dem vermerkt ist, wann welche Maßnahme zu ergreifen ist - in Abhängigkeit von dem, was zu erwarten ist.

"Das Stürzelberger Hafengelände haben wir ausgewählt, weil dort schwere Radlader mit bis zu 60 Tonnen Gesamtgewicht unterwegs sind und wir wissen wollen, ob die in den Boden eingelassenen Halterungen für die mobilen Hochwasserschutzelemente noch passen", erklärte Hauschild. Auch dort wurden einige Mängel festgestellt, jedoch deutlich weniger als erwartet. "Dass wir Mängel entdecken, gehört zum Alltagsgeschäft dazu. Ich war allerdings überrascht, in welcher Deutlichkeit sie auftreten."

Vor Ort war auch Volker Lüdicke, Abteilungsleiter der Stadtentwässerungsbetriebe Köln, mit dem der Deichverband seit dem vergangenen Jahr sozusagen "regierungsbezirksübergreifend" zusammenarbeitet. Und auch Brigadegeneral Peter Gorgels hat es sich nicht nehmen lassen, sich persönlich einen Überblick zu verschaffen. "Er war auch 2015 vor Ort und von der Aufbauleistung seiner Truppe sehr angetan", sagte Hauschild. Nach getaner Arbeit traf sich die Truppe in der Deichzentrale zum Mittagessen.

Quelle: NGZ
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