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Dormagen
Denkzettel dient i-Dötzchen-Schutz

Dormagen. Polizei und Stadt bitten Eltern und Verkehrsteilnehmer um Rücksichtnahme. Von Stefan Schneider

Die Idee stammt vom Dormagener Kinderparlament und vom Ordnungsamt. Die beiden Institutionen hatten sich vor dem Schulstart Gedanken zur Verkehrssicherheit insbesondere von i-Dötzchen gemacht und eine "Denkzettel"-Aktion ins Leben gerufen. Vor den Grundschulen im Stadtgebiet wurden gestern Flyer verteilt, die sich an Eltern und andere Verkehrsteilnehmer richteten. Dabei ging es vor allem um den sicheren Schulweg. An der Christoph-Rensing-Schule in Horrem standen am Morgen auch der städtische Beigeordnete Robert Krumbein, Ordnungsamtsleiter Fredo Schröder, Klaus Güdelhöfer vom Kinder- und Jugendbüro und die Verkehrsberaterin der Polizei, Daniela Luppus, als Ansprechpartner zur Verfügung.

547 i-Dötzchen sind in dieser Woche in Dormagen in ihre Schulzeit gestartet. Wegen ihrer Unerfahrenheit im Straßenverkehr gelten sie als besonders gefährdet. "Wir Kinder fangen als Verkehrsteilnehmer klein an. Helft uns beim Einstieg in den Straßenverkehr", lautete der Appell des Kinderparlaments auf den "Denkzetteln". Die Blätter enthielten die Bitten: "Übt mit uns den Schulweg und verabschiedet Euch vom ,Eltern-Taxi'. Haltet unseren Gehweg frei." Tipps zum Schulwegtraining mit Schulanfängern waren für die Eltern auf den "Denkzetteln" ebenfalls abgedruckt worden. Rensing-Grundschüler mahnten gestern auf Plakaten zudem Autofahrer, den Fuß vom Gas zu nehmen.

Die Aktion gestern war Teil der Kampagne "Gemeinsam sicher durch Dormagen", zu der es seit April bereits einige Veranstaltungen gegeben hat. Die Zahl der Verkehrsunfallopfer ist in diesem Jahr laut Polizei bisher zumindest leicht rückläufig, ebenso die Zahl der Schwerverletzten. Von Januar bis Juli gab es 325 Verkehrsunfälle mit 17 Schwerverletzten; im selben Vorjahreszeitraum waren es 329 Unfälle mit 31 Schwerverletzten. "Besonders erfreulich ist, dass sich auch bei Kindern die Opferzahl bisher deutlich von 15 auf sieben reduziert hat", sagt Dormagens Wachleiter Michael Meyer.

Quelle: NGZ
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