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Dormagen
Der Eselsführer der Lebenden Krippe

Dormagen: Der Eselsführer der Lebenden Krippe
Benjamin Rose spielt den Eselsführer bei der "Lebenden Krippe" auf der Freilichtbühne in Zons. Die Premiere ist am Samstag um 17 Uhr. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Der 21 Jahre alte Zonser Benjamin Rose ist vom Hirten zum Eselsführer aufgestiegen. Aufführungen ab 3. Dezember. Von Carina Wernig

Maria und Josef im Anorak, gefolgt von zwei weiteren Darstellern der Gottesmutter und ihres Mannes - bei den ersten Proben zur "Lebenden Krippe" der "Kultur- und Heimatfreunde Stadt Zons" geht es noch weitgehend zu wie im 21. Jahrhundert. Die meisten Darsteller sind noch in Alltagskleidung auf die Freilichtbühne in Zons gekommen, um unter den Augen von Regisseur Harald Krumbein den Ablauf der Weihnachtsgeschichte einzuüben.

Denn bis Samstag um 17 Uhr zur Premiere muss jeder Handgriff, jeder Weg rund um die Krippe und jeder Gesichtsausdruck sitzen, damit die Zuschauer bei der 14. Aufführung der "Lebenden Krippe" ab dem Wochenende von der Darstellung der Geburt Jesu fasziniert werden. "Die Proben laufen gut", erklärt Krumbein, der immer wieder zu den einzelnen Gruppen geht, um ihr Schauspiel zu verbessern. Insgesamt 35 jugendliche und erwachsene Darsteller sind auf der Bühne, darunter drei Neue. "Um sie kümmern wir uns ganz besonders", erklärt Organisatorin Sabine Prosch, die zum vierten Mal verantwortlich für die "Lebende Krippe" ist. Traditionell gehören auch tierische Akteure zur Aufführung: Esel, Schafe und ein Hüte-Hund.

"Fast seit ich denken kann", ist der 21 Jahre alte Benjamin Rose dabei. Zunächst sang der Zonser bei den Kindern der Hirten mit. "Dann wurde es mir wegen der Schule etwas zu stressig, so dass ich dann als Hirte wieder eingestiegen bin", erläutert er. Inzwischen ist er vom Hirten zum Eselsführer "aufgestiegen". Seit vorigem Jahr kümmert er sich allein darum, dass der Esel "Giovanni" hinter Maria und Josef zum Stall geführt wird - und nach der Vorstellung dann für Kinder, die sich mit dem grauen Lieblingstier fotografieren lassen wollen, bereit steht. "Das ist manchmal gar nicht so einfach", erzählt Benjamin Rose lachend. Als störrisch würde er den Esel aber nicht bezeichnen: "Er hat nur manchmal eben keine Lust, dahin zu gehen, wo er hin soll." Der 21-jährige Rose freut sich auf die Proben und die Aufführungen: "Das macht sehr viel Spaß." Ansonsten zählen der Computer und Miniaturgolfen auf der Anlage am Hallenbad Dormagen zu seinen Hobbys.

Bevor am zweiten und dritten Adventswochenende die sechs Aufführungen gezeigt werden, für die Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes die Schirmherrschaft übernommen hat, wird noch an der Kulisse gefeilt. "Es ist sehr gut, dass in diesem Jahr die Kulisse der Märchenspiele mit dem Wald aus dem Tapferen Schneiderlein so gut in die Weihnachtsgeschichte passt", sagt Reinhold Schoppmeyer, Geschäftsführer der Kultur- und Heimatfreunde Zons. Zum zweiten Mal hat das Technik-Team des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden die Technik übernommen.

"Ganz toll hat unsere Krippenbaugruppe den Stall aufgebaut", lobt Sabine Prosch die fleißigen Helfer. Dieses Mal gibt es auch zwei Stalltüren, die verhindern sollen, dass einige der Schafe erneut von der Herde ausbüxen und sich auf ihre eigenen Wege zum Jesuskind begeben...

Quelle: NGZ
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