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Dormagen
Die Begeisterung fürs Federvieh wird weitergetragen

Dormagen: Die Begeisterung fürs Federvieh wird weitergetragen
Kerstin Kootz mit einem Japanischem Kampfhuhn und Josef Merl mit einem Sulmtaler Huhn. FOTO: L. Berns
Dormagen. Zielsicher steuert Bernd Klophausen jene Voliere an, in der sich keck das "Showgirl" präsentiert: Eine Züchtung des Zwergseidenhuhns, das zwischen dem mit seidenweichen Federn behaarten Kopf und Körper seinen nackten blauen Hals zeigt. "Die Rasse gibt es seit über 700 Jahren", sagt Klophausen stolz über diesen Hingucker.

Wie jedes Jahr stellt der Rassegeflügelzuchtverein Nievenheim auf seiner Kleintierschau im Saal Robens die schönsten Tiere der Vereinsmitglieder aus, lässt sie prämieren und flankiert den Wettbewerb mit einigen Exoten, damit die Besucher auch was zum Staunen haben. Das Motto der Sonderpräsentation lautet "Hühner mit Bart, Schopf und Haube", in die sich weitere seltene Arten wie Antwerpener Bartzwerge und die charmanten Zwerg Paduaner mit pudelähnlicher Frisur einreihen. "Wir machen die Schau jetzt schon zum zehnten Mal", sagt Vereinschef Klophausen und zeigt auf die rund 120 Tiere, bis auf ein knappes Dutzend Kaninchen alles Federvieh, das in seinen Käfigen scharrt und pickt. Ein Tier schöner als das andere, und doch zeugen die Notizen der Preisrichter an den Käfigen von Schönheitsfehlern, die der Laie nie erkennen würde. "In der Front zu schmal", steht da, oder aber "fehlt etwas an Brust". Zwei Mal die Bestnote "vorzüglich" und damit den ersten Platz gab es für das Ehepaar Klophausen, das eine Zuchtgemeinschaft betreibt: Beim "Sussex weiß-schwarz-Columbia" von Sabine Klophausen und einem "Deutschen Zwerghuhn schwarz" von Bernd Klophausen hatten die Preisrichter nichts zu bemängeln.

Wie gut der Rassegeflügelzuchtverein in Nievenheim eingebunden ist, wurde bei der Eröffnung deutlich. Stefan Maxeiner, Vorsitzender des Gewerbevereins Nievering, war gekommen, die Ratsvertreter des Ortes, ebenso Daniela Feckler als Vertreterin vom "Haus der Lebenshilfe", mit dem der Verein ein "Schlupfprojekt" hatte: Die Bewohner konnten mit sehr viel Freude die dreiwöchige Brutzeit verfolgen. Diese Zusammenarbeit wird 2018 intensiviert: Die Nievenheimer Schützen wollen einen Hühnerstall für die Lebenshilfe bauen, in den Hühner des Zuchtvereins einziehen. Diesen Einsatz des Vereins lobte auch Kreistagsabgeordnete Barbara Brand, Schirmherrin über die Kleintierschau. Sie dankte dem Verein "für den Transport Eurer Begeisterung in unsere Gemeinschaft".

(-fg)
 
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