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Dormagen
Die engagierte Frühstücks-Netzwerkerin

Dormagen: Die engagierte Frühstücks-Netzwerkerin
Regina Hampel ist gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter Christine Hampel für das wöchentliche Frühstück im "Café Sowieso" verantwortlich. Hinkommen kann dort jeder. Mittlerweile gibt es auch schon einen Seniorenstammtisch. Aber auch junge Mütter kommen ins Café, um dort zu klönen. FOTO: Berns, Lothar (lber)
Dormagen. Regina Hampel lebt seit elf Jahren in Hackenbroich. Die ehrenamtliche Arbeit bedeutet ihr viel: "Ich bin angekommen", sagt sie. Von Anneli Goebels

Für einige ist vielleicht Samstag der richtige Tag zum Backen, für Regina Hampel ist es auf jeden Fall der Montag. Denn mehrere Kuchen gehören schon zum Angebot am Dienstagmorgen, wenn um 9.30 Uhr das "Café Sowieso" öffnet. Das tut es seit fünf Jahren. "Geschlossen ist während der Schulferien oder wenn ich krank bin", sagt die zweifache Mutter. Seit elf Jahren lebt die gebürtige Kölnerin in Hackenbroich und hat dort in der Spielgruppe der evangelischen Kirche erste Kontakte geknüpft. Ein Café hatte es im Jugendzentrum an der Hackhauser Straße schon einmal gegeben. Als Regina Hampel gefragt wurde, ob sie Lust hätte, es wieder zu beleben, war sie von der Idee begeistert und holte ihre Schwiegermutter Christine Hampel, die in Horrem lebt, gleich mit ins Boot. "Sie sollte eigentlich beim ersten Mal nur helfen, Brötchen zu schmieren, doch dann ist sie geblieben", sagt Hampel und lacht. Da es aber dienstags nicht nur Kuchen gibt, sondern auch frisch gekochte Eier, Tomaten, Gurken, belegte Brötchen und mehr, gehört auch der Einkauf zu Regina Hampels Aufgaben. "Und am Dienstag sind wir dann um 8 Uhr im Café, um einzudecken", sagt sie. Sie liebt die Arbeit dort, die sie ja gar nicht als Arbeit empfindet. "Zu uns kommen Senioren, aber auch junge Mütter, um gemeinsam zu frühstücken und vor allem, um zu reden und ein wenig zu entspannen", erzählt sie weiter. Das Café sei der Ort, an dem sie sich einfach gern aufhalte. "Dadurch habe ich schon so viele Menschen kennengelernt. Hier habe ich das Gefühl, dass ich angekommen bin", sagt sie. Bis 11 Uhr ist das Café geöffnet. Dann fänden sich immer Freiwillige, die beim Aufräumen und Spülen helfen. Geholfen wird übrigens auch gerne anderen Einrichtungen, Aktionen oder Vereinen. "Wir haben zum Beispiel dem TuS Germania Hackenbroich neue Trainingsanzüge für die E-Jugend gesponsert", sagt Hampel. Und vor zwei Jahren wurde das Frühstücksangebot einige Wochen auch auf den Donnerstag ausgedehnt. "Da haben wir es geschafft, 2500 Euro zu sammeln, die dann in die teilweise Sanierung der Außentoiletten der Grundschule Burg gesteckt werden konnten", sagt die 41-Jährige.

Auch wenn sie mittlerweile viele schöne Plätze in Dormagen kennt, an denen sie sich gerne aufhält, ist ihr "ihr Café" schon der liebste. "Die Menschen, die zu uns kommen, sind gut gelaunt, freuen sich auf unser Frühstück. Das ist hier richtig vertraut, wobei neue Gäste immer willkommen sind." Wenn sie sich nicht ums Café und ihre beiden Söhne kümmert, dann liest Regina Hampel gern oder näht. "Ich habe das Nähen entdeckt. Das entspannt mich total", sagt sie und freut sich über jedes Kleidungsstück, das sie - unter Anleitung, wie sie betont - fertigstellt.

Quelle: NGZ
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