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Dormagen
Die Heide-Nelke ist nach Dormagen zurückgekehrt

Dormagen. Diese Nachricht dürfte nicht nur ausgewiesene Naturschützer wie Norbert Grimbach freuen, der sich unter anderem in der Landesgemeinschaft für Naturschutz und Umwelt (LNU) sowie bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) engagiert. "Erstmals seit 25 Jahren konnte im Naturschutzgebiet Wahler Berg und an der Aldenhovener Straße in Zons wieder die Heide-Nelke nachgewiesen werden", berichtet Grimbach. Er führt das nicht zuletzt auf ein gewandeltes Bewusstsein zurück. "Der schonende Umgang mit dem Wildwuchs zeigt seine positiven Seiten. Ein Fortschritt des aktiven Naturschutzes, sorgfältig beobachtet und dokumentiert von der Biologischen Station des Rhein-Kreises Neuss, aber auch gefördert durch umsichtiges Handeln der zuständigen Behörden", meint Grimbach.

Sowohl die Technischen Betriebe Dormagen (TBD), als auch die zuständigen Behörden des Kreises versuchten zum Beispiel, bei Mäharbeiten am Straßenrand oder anderswo die Eingriffe in die Natur minimal zu halten. Manche Bürger reagierten zwar mit Unverständnis, aber Grimbach begrüßt es, dass einige Wiesen nicht mehr gemäht werden. Diese Flächen seien ein wertvolles Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere. "Jeder weiß inzwischen, dass die Zahl der Feldhasen, Fasanen und Rebhühner stark zurückgegangen ist", erinnert der Naturschützer, der auch ordentliches Mitglied im Landschafts- und Jagdbeirat des Kreises ist. Und: Straßensäume würden in der Landschaft immer bedeutsamer, "weil die intensive Landwirtschaft oft unter Plastikfolien bis zum Wegrand den Wildwuchs verhindert".

(ssc)
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