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Dormagen
Die Hospizbewegung hat neue Räume gefunden

Dormagen. Ab Januar 2017 ist der Verein nicht mehr im Schümmerhof in Horrem, sondern an der Krefelder Straße 23 zu finden. Von Carina Wernig

Die Zeit des Bangens ist vorbei: Seit Anfang Juli hatte die Hospizbewegung nach neuen Büroräumen gesucht, am Dienstag wurde nun die letzte Unterschrift unter den Mietvertrag gesetzt: Der Verein, der die ambulante Sterbebegleitung in Dormagen sicherstellt, wird ab dem 1. Januar 2017 in den Räumen an der Krefelder Straße 23 unterkommen. "Wir sind sehr glücklich", erklärte Inte Freyer, zweite stellvertretende Vorsitzende der Hospizbewegung. Die Innenstadt-Räume seien mit insgesamt 122 Quadratmetern groß genug, um dort auch ein Trauer-Café einzurichten und Schulungen anzubieten.

Nötig geworden war die Raumsuche, nachdem das Diakonische Werk Ende Juni den Untermietvertrag für die jetzigen Räume im Schümmerhof in Horrem zum Ende des Jahres gekündigt hatte, da es den Hof umgestalten und anders nutzen will. Seit zehn Jahren ist die Hospizbewegung im Schümmerhof neben dem Bürgerhaus Horrem heimisch geworden. Sabine Köhler, Vorsitzende der Hospizbewegung, hatte sich mit ihrem Team auf die Suche nach einem neuen Domizil, möglichst zentral gelegen, für die sieben Vorstandsmitglieder, zwei Koordinatorinnen und 45 Ehrenamtler begeben. "Es ist sehr schön, dass sich auf den NGZ-Bericht hin viele Menschen bei uns gemeldet haben, die uns helfen wollten", berichtete die Vorsitzende Sabine Köhler zwei Wochen nach dem Start der Suche. Für die Hospizbewegung ist die "unsichere Zeit", wie Köhler sie nannte, nun vorbei. Das neue Domizil liegt ebenerdig und kann Büro, Beratungsraum und einen größeren Gruppenraum für 20 Personen unterbringen. "Wir können auch schon vor Januar die Räume vorbereiten", erklärt Inte Freyer. Zwar sei die Miete wesentlich höher als die bisherige, aber die Hospizbewegung habe die Hoffnung auf einen Sponsor noch nicht aufgegeben. "Das Wichtigste ist, dass wir tolle neue Räume gefunden haben", erklärt Inte Freyer, die ausdrücklich Bürgermeister Erik Lierenfeld und der Stadt für Kontakt-Vermittlung dankt: "Das hat uns sehr geholfen."

Die städtische Wirtschaftsförderung habe für die segensreiche Einrichtung der Hospizarbeit gern mitvermittelt, wie Stadt-Pressesprecher Swen Möser erklärte: "Wir sind als Stadt froh, in diesem besonderen Fall der Hospizbewegung mitgeholfen zu haben, Räume zu finden."

Quelle: NGZ
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