| 00.00 Uhr

Dormagen
Die Stadt investiert 65.000 Euro in ihre Wälder

Vorher-Nachher: Sturm Ela wütete in Düsseldorf
Vorher-Nachher: Sturm Ela wütete in Düsseldorf FOTO: Andreas Endermann
Dormagen. Der Verwaltungsrat der Technischen Betriebe Dormagen (TBD) hat jetzt den Forstwirtschaftsplan für dieses Jahr verabschiedet. Ein Schwerpunkt ist weiterhin die Beseitigung der Sturmschäden durch den Orkan "Ela" im vergangenen Jahr.

So werden in der Zonser Heide, die am stärksten betroffen war, Traubeneichen mit einer schützenden Umgebung aus Buchen gepflanzt. Im Tannenbusch sind vorwiegend Küstentannen auf den Windwurfflächen vorgesehen. Hinzu kommen Roteichen und die nordamerikanischen Douglasien. "Sie sind, was die Temperaturen betrifft, deutlich robuster als die deutsche Fichte", sagt Martin Trott, Leiter Grünflächen bei den TBD. Für die Baumpflanzungen und weitere Arbeiten wie das Ausbessern der Waldwege oder das Beseitigen von Totholz bringen die TBD insgesamt 65 000 Euro auf. Gedeckt werden diese Ausgaben durch den Verkauf des Holzes aus den "Ela"-Schäden (fast 53 000 Euro) und durch Landesfördermittel für die Wiederaufforstung (knapp 12 000 Euro)

Anhand eines Beförsterungsvertrags kümmert sich das Regionalforstamt Niederrhein um die Vermarktung des Holzes. "Zum Glück war der Orkan ein regionales Ereignis", so Trott, "daher sind die Holzpreise stabil." Im Bereich des Regionalforstamtes sind durch "Ela" rund 6000 Kubikmeter mehr Holz für den Verkauf vorhanden als gewöhnlich. Wie erfolgreich und gewinnbringend eine Vermarktung ist, hängt stark von der Qualität und der Länge des Holzes ab. "Lange Hölzer sind natürlich von der Holzwirtschaft begehrter", sagt Trott, "aber der Sturm hat viele Hölzer knicken lassen." Die Mitarbeiter der TBD brauchen bei der Vermarktung kaum tätig werden. Die Holzhändler tauchen in der Regel mit eigenen Forst-Erntemaschinen auf und holen sich so professionell die Hölzer aus dem Wald. "Das ist auch sicherer", so Trott. Er glaubt, dass 80 Prozent der Dormagener Wälder von Sturmschäden bereinigt sind. "Bei dem Rest stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit eines Verkaufes."

(schum)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dormagen: Die Stadt investiert 65.000 Euro in ihre Wälder


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.