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Dormagen
Die Top-Abiturienten der Stadt

Dormagens Top-Abiturienten
Dormagens Top-Abiturienten FOTO: kds
Dormagen. Zwei junge Frauen, zwei junge Männer - sie haben an den drei Dormagener Gymnasien sowie an der Gesamtschule die besten Abiturzeugnisse geschafft. Drei Mal 1,0, ein Mal 1,4 - was kommt jetzt? Im Gespräch mit unserer Redaktion zeichnen sich höchst unterschiedliche Lebenswege und Pläne des Quartetts ab. Von Klaus D. Schumilas

Florian Wiersch, Norbert-Gymnasium, Abitur-Note 1,0 Er hat das beste Abitur in der gesamten Stadt geschafft. 868 Punkte sind eine "Eins" mit Sternchen für Florian Wiersch. Der 18-Jährige hat ganz klar Vorstellungen: Ein Medizin-Studium ist schon seit vielen Jahren sein Wunschtraum, den er sich ab Herbst erfüllen kann. "In den Abi-Prüfungen ist es ganz gut gelaufen", sagt Florian, der dort richtig Punkte sammelte. Sein Erfolgsgeheimnis: "Ich habe mir selbst Druck gemacht und ab der Klasse acht gesagt, jetzt muss es langsam etwas werden, damit das mit dem Medizin-Studium klappt." Französisch und Biologie waren seine Leistungskurse, dazu kamen Sowi und Mathematik als weitere Abi-Prüfungen. "Ich habe im Unterricht konstant mitgemacht und zu Hause effektiv gelernt", sagt der 18-Jährige. Als hilfreich bezeichnete er auch die beiden Aufenthalte in der Stufe neun in Frankreich (drei Monate) und in Stufe zehn in Kanada (fünf Monate). Seit dieser Woche absolviert Florian, der gerne Badminton und Klavier spielt, Laufen geht und sich mit Freunden trifft, ein Praktikum in einem Krankenhaus in Köln-Longerich, dem Stadtteil, in dem er auch zu Hause ist.

Leo Baldus, Bettina-von-Arnim-Gymnasium, Abitur-Note 1,0

Lediglich drei Punkte weniger hat Leo Baldus gesammelt. Mit 18 Jahren ist er der jüngste Abiturient in diesem Vierer-Kreis, weil er noch 17 war, als er die Prüfungen ablegte. Im Unterschied zu Florian Wiersch hat der Blondschopf noch keine konkreten Vorstellungen, wohin es ihn treiben wird. Weil er Mathe und Informatik als Leistungskurse hatte (dazu Englisch und Pädagogik) liegt ein Studium in diese Richtung nahe. "Ich habe mich noch nicht festgelegt und will erst mal schauen, was mich noch interessieren könnte", sagt Leo. Ich möchte ungern den falschen Weg einschlagen." Sein Nachname Baldus hat in Dormagen in der Sportszene einen guten Klang: Vater Heinz gehörte zu den Top-Spielern des damaligen Zweitligisten, der unter Trainer Petre Ivanescu in die Bundesliga aufstieg. Leo spielt beim TSV in der AII - als Mittelmann, "wie mein Vater", sagt der nach eigenen Angaben "leidenschaftliche Gamer" mit einem Schmunzeln. Sein Erfolgsrezept in der Schule: "Ein gutes Gespür für die Lehrer entwickeln, weil die bei aller Objektivität Sympathien nicht ausblenden können. Ferner war für mich die Nachbereitung zu Hause sehr wichtig, weil ich keiner bin, der den Stoff im Unterricht immer auf Anhieb verstanden hat."

Antje Schüffler, Leibniz-Gymnasium, Abitur-Note 1,0 Die Spitzen-Abiturientin am Leibniz heißt in diesem Jahr Antje Schüffler. Die 18-Jährige holte 823 Punkte - eine 1,0 für sie. Dieses Ergebnis war für die junge Frau kein Selbstläufer, im Gegenteil: "Da war ganz viel Fleiß und Arbeit dabei", sagt sie. "Ich habe Gas gegeben und immer brav meine Hausaufgaben gemacht. Das hat viel gebracht." In der Abi-Prüfungsphase - sie hatte als Leistungskurse Mathe und Pädagogik, dazu Französisch und Deutsch gewählt - hatte sich Antje abgekapselt, um möglichst wenig abgelenkt zu werden. Und nun? "Ich nehme mir erst einmal ein Jahr Auszeit", sagt Antje. "Mein Wunsch wäre es, für einige Monate als Au-pair nach Australien zu gehen." Studieren möchte die junge Frau schon, aber was? "Mich interessiert Psychologie, aber auch Bauingenieurwesen - also etwas völlig Konträres." Auf diese Richtung wurde sie beim Berufsinfotag an der Schule durch einen "super Vortrag" eines Referenten aufmerksam. Antje wohnt in Worringen und spielt in ihrer Freizeit gerne Tennis oder geht zum Fitness. In der Abi-Zeitung bekam sie von den Mitschülern die Bezeichnung "Lehrer-Liebling" angehängt, "aber auch Party-Maus", sagt sie lachend.

Aylina Feiser, Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, Abitur-Note: 1,4

In Gohr zu Hause ist Aylina Feiser. Die 19-Jährige hat an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule mit einem Notenschnitt von 1,4 das beste Abitur hingelegt. "Damit habe ich absolut nicht gerechnet", sagt sie. "Ich bin einfach nur froh, dass meine Freunde auch das Abi geschafft haben." Aylina hatte Englisch und Biologie als Leistungskurse ausgewählt, dazu Deutsch und Geschichte. "Ich habe viel mit Freunden gelernt und habe einen guten Freund, der Mathe kann." Im September beginnt die 19-Jährige ein Duales Studium beim Rhein-Kreis Neuss, um eine Beamtenlaufbahn einzuschlagen. "Ich setzte erst einmal auf Sicherheit."

Quelle: NGZ
 
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