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Dormagen
Die Tourismussaison in Zons ist eröffnet

Dormagen: Die Tourismussaison in Zons ist eröffnet
Die Neue Operette Düsseldorf zeigte bei der Tourismussaison-Eröffnung in Zons trotz des Regens Ausschnitte aus der "Csárdásfürstin". FOTO: G. Salzburg
Dormagen. Die Akteure der Neuen Operette Düsseldorf zeigten Szenen aus der "Csárdásfürstin". Weitere Highlights sind terminiert. Von Franziska Gräfe

"Heute noch habe ich mit Petrus verhandelt", beteuerte Harald Krumbein, der zweite Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Zons, "er meint, ich solle nicht so habgierig sein, schließlich hat doch zum Tanz in den Mai über Zons die Sonne gelacht." Der Wettergott zeigte sich also trotz Fürsprache hartherzig und ließ es am Maifeiertag in Strömen auf die Zonser herabregnen. So geriet die Eröffnung der Tourismussaison, zu der sich üblicherweise Scharen von Schaulustigen am Schweinebrunnen einfinden, zum Treffen einiger Einheimischer und weniger Gäste, die sich unter Schirme drängten.

Einzig die Akteure der Neuen Operette Düsseldorf hielten tapfer durch. Sie sangen und tanzten Szenen aus der "Csárdásfürstin". Die Schauspieler trugen festes Schuhwerk und wetterfeste Jacken, während sich die drei grazilen Tänzerinnen sogar Mülltüten umgetan hatten. Befürchtungen, dass das Singspiel im Juli auf der Freilichtbühne ohne die bewährt farbenfrohe Optik aufgeführt wird, zerstreute Spielleiterin Polonca Olszak sofort. Die Zivilkleidung ihres Ensembles sei dem Regen geschuldet - "nicht, dass sie meinen, es sei eine moderne Inszenierung".

Die dem Kindertrödel bestimmten Plätze auf dem Wallgraben blieben leer, am Stand der Gärtnerei Bless ließen Petunien die tropfenden Köpfe hängen. "Wir haben es durchgezogen, aber es waren kaum Auswärtige da", bilanzierte der HVV-Vorsitzende Jürgen Waldeck, nachdem die "Red Kids" tapfer getanzt hatten und die Zonser Garnison mangels Publikum auf ihren Hauptmann Wolfgang von Barrenstein zusammengeschnurrt war. Der rührte am Schweinebrunnen die Werbetrommel für den "Sturm auf Zons", die historisch authentische Neuinszenierung eines Angriffs AD 1475. Bei der Erstauflage im vergangenen Jahr stellten über 200 Akteure die Schlacht nach, ähnlich viele sollen es auch beim Sturm auf Zons vom 25. bis zum 28. Mai werden. In Zwinger und Schlossgelände findet dazu ein Mittelaltermarkt statt, südlich der Festungsmauern werden die historischen Gruppen ihr Feldlager errichten.

Wenn Rauch und Donner sich verzogen haben, wird es friedlich auf der Freilichtbühne. Vom 11. Juni bis zum 17. September gibt die Spielschar den Grimmschen Klassiker "Aschenputtel". Die neue Operette Düsseldorf gastiert am 21. und 22. Juli mit Emmerich Kálmáns Singspiel "Die Csárdásfürstin", zuvor singt am 7. Juli Shootingstar Max Giesinger (bereits ausverkauft). Freunden der härteren Gangart seien die Konzerte von "Völkerball" und "Rage" am 1. und 2. September empfohlen. Der 37. mittelalterliche Matthäusmarkt beschließt am 23. und 24. September die Sommersaison, im Dezember locken Nikolausmarkt und Krippenspiel.

"Wenn nur der Regen am 1. Mai nicht Wegweiser für die ganze Saison ist", hofft Jürgen Waldeck. Zumindest der Tanz in den Mai war ein voller Erfolg. Erstmals seit vier Jahren ging die Party wieder bis nach Mitternacht, alles blieb friedlich, die 1000 georderten Becher waren schon um 22 Uhr alle im Umlauf. Die KG Rot-Weiß Feste Zons schenkte aus und zeigte sich sehr zufrieden: "Es war ein tolles Stadtfest", sagte KG-Chef Wiljo Wimmer, "Alt- und Neu-Zonser haben zusammen gefeiert - genau so soll es sein."

Quelle: NGZ
 
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