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Dormagen
Dirtpark: Tiefbauunternehmen wehrt sich

Dormagen. Firmenchef Hartmann: "Wir wollten das Versprechen halten, den Boden kostenlos zu transportieren."

Peter Hartmann ist ein kerniger Mann, der einer Generation angehört, in der Vereinbarungen auch mal per Handschlag getroffen und selbstverständlich eingehalten wurden. Das hätte der Dormagener Tiefbauunternehmer auch im Fall des Baus des Dirtparks an der Sportanlage in Horrem so gehandhabt. Doch Hartmann sieht sich ausgebootet. Dabei hatte er schon vor geraumer Zeit zugesagt, den Boden für diese Skateranlage zu besorgen und ihn an Ort und Stelle zu schaffen - alles kostenlos. Wert der Arbeit: 5000 bis 6000 Euro. Aber die Stadt hat kurzfristig ein anderes Unternehmen, das - gegen Geld - die gleiche Arbeit vornimmt. Man habe mit dem Unternehmen Hartmann keinen Termin für die Erdbewegung gefunden.

Das alles findet Hartmann nicht so prickelnd: "Das sieht jetzt so aus, als hätte es an uns gelegen, dass die Anlage noch nicht hergerichtet ist." Das weist der Unternehmen von sich. Seine Geschichte weicht ab von der Darstellung der Stadt. Sie geht so: Hartmann hatte schon früh Sportservice-Leiter Bernd Lewerenz seine kostenlose Hilfe zugesagt. Fast 1000 Kubikmeter Boden ließ er von einem Subunternehmer im Bereich der Anlage abkippen, allerdings nicht da, wo die Erde eigentlich hin sollte. "Das ging nicht, weil wir mit dem Lkw in dem weichen Boden steckengeblieben wären." Mit leichteren Radladern wurde der Boden weiter transportiert. Allerdings nur eine Stunde lang, dann ging der Helikopter einer Gasfirma bei ihnen nieder. Mitarbeiter kontrollieren ständig das Leitungsnetz. "Wir hatten den Schutzstreifen der Gasleitungen betreten", so Hartmann, "wir erhielten ein Bauverbot." Wegen der Nähe zu den Gasleitungen musste die Anlage in der Folge leicht umgeplant werden. "Als dann der Rest des Bodens weiter transportiert werden sollte, war der Subunternehmer für zwei Wochen in Urlaub. Ein Mitarbeiter der Stadt sagte, es müsse jetzt gleich etwas passieren, weil die Politik Druck mache in Sachen Dirtpark." So entschied sich die Stadt für die Bezahl-Version und gegen Hartmann.

(schum)
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