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Dormagen
Diskussion um Kreuz-Standort

Dormagen: Diskussion um Kreuz-Standort
Das Wegekreuz am Holzweg in Delhoven steht im Grünen. FOTO: Jazyk
Dormagen. Gert Ammermann plädiert dafür das Wegekreuz in Delhoven zu belassen.

Das 1745 an der Hackenbroicher Katharinenstraße aufgestellte Salm-Dyker-Wegekreuz, das seit 1973 am Holzweg in Delhoven steht, möchten die Heimatfreunde Hackenbroich zurück in ihren Ort holen. Dem widerspricht der CDU-Kreistagsabgeordnete Gert Ammermann, der ihren Bemühungen zwar Respekt zollt, aber überzeugt ist: "Es gibt gute Gründe, das Kreuz am jetzigen Standort zu belassen." Dort könne es dauerhaft als öffentliches Denkmal erhalten werden.

Ammermann weist darauf hin, dass nur die Versetzung des Kreuzes es gerettet habe, als es in Hackenbroich auf einem Privatgrundstück von den Besitzern 1973 wegen eines privaten Bauvorhabens abgetragen worden sei: "Das Kreuz wäre damals unwiederbringlich verloren gegangen, wenn nicht Stadtdirektor Wierich, zugleich Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, das Wegekreuz gerettet und den Ersatzstandort im Tannenbusch auf einer städtischen Parzelle ermöglicht hätte." Von "Verbannung" in den Tannenbusch könne keine Rede sein, vielmehr habe die Stadt Dormagen das Wegekreuz in ihre Obhut genommen, es unterhalten und vor wenigen Jahren vorbildlich restauriert, so Ammermann: "Am Holzweg ist das Kreuz bestens eingefügt in die landschaftliche Situation." Dort sei das Kreuz für die Öffentlichkeit gut sichtbar. "Spaziergänger und Radfahrer machen dort gern Rast", hat Gert Ammermann beobachtet.

Auch eine Rück-Versetzung nach Hackenbroich würde die historische Situation nicht wiederherstellen, es bliebe ein "Ersatz", gibt Ammermann zu bedenken: "Und vor allem: Der jetzt vorgeschlagene Standort ist wieder ein privates Grundstück. Die Stadt gäbe ihr Eigentum am Wegekreuz auf. Der bisher gesicherte Unterhalt des Kreuzes durch die Stadt entfiele." Diese unmögliche Wiederherstellung des Urzustands ist ein Grund für die Ablehnung der Rückführung des Kreuzes, da der "historische Rahmen" für das Denkmal "nicht mehr existent" sei, so der Landschaftsverband Rheinland. Dieser Auffassung schließt sich die Stadt Dormagen an. Das Erzbistum Köln und die Stiftung Schloss Dyck befürworten die Aufstellung des Kreuzes an der Ecke Katharinen-/Jugendheimstraße.

(cw-)
 
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