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Dormagen
Distanzreiter treffen sich bei Knechtsteden

Dormagen: Distanzreiter treffen sich bei Knechtsteden
Sattlermeister Bernhard Theine gehört zu den Organisatoren des Klosterritts. Die Distanzreiter legen bis zu 130 Kilometer zurück. FOTO: AG RHEINISCHER KLOSTERRITT
Dormagen. Die AG Rheinischer Klosterritt bietet am 19./20. September Strecken mit Längen von 27 bis 130 Kilometern an. Start ist an der Klosterstraße. Von Stefan Schneider

Die Streckenlängen lassen es erahnen: Wenn an einem Tag Distanzen von 27 bis 120 Kilometern geritten werden müssen, dann stellt das hohe Anforderungen an Ross und Reiter. So wird es auch am Wochenende 19./20. September in Dormagen sein. In Delhoven, nicht weit entfernt vom Kloster Knechtsteden im Bereich Klosterstraße/Walter-Reuber-Weg, ist dann Start und Ziel für den "Rheinischen Klosterritt", bei dem sich die Szene der Distanzreiter aus der Region trifft. Es werden indes auch Teilnehmer aus dem benachbarten Ausland erwartet, aus Belgien und aus den Niederlanden.

Organisiert wird die ungewöhnliche Veranstaltung von der Arbeitsgemeinschaft Rheinischer Klosterritt, einem Zusammenschluss von bisher sieben passionierten Reitern, die bislang noch nicht als eingetragener Verein firmieren. Das soll sich aber ändern, zumal die Arbeitsgemeinschaft im kommenden Jahr die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften im Distanzreiten der Junioren und Senioren übernehmen möchte. Zurzeit ist die Gruppe an den Reitverein Bayer Dormagen angeschlossen und darf auch dessen Anlage nutzen.

Beim Distanzreiten müssen Pferd und Reiter eine große Entfernung so schnell wie möglich überwinden. Aber: Die Pferde dürfen bei diesen Wettbewerben keinesfalls überfordert werden, sondern sollen frisch und gesund ins Ziel kommen. Das ist auch Bernhard Theine von der Arbeitsgemeinschaft wichtig. "Der Tierschutz steht bei uns über allem", betont der 47-jährige Rommerskirchener, der als Sattlermeister tätig ist. Von 2008 bis 2013 war er im Bundeskader Distanzreiten aktiv. Auch seine Mitstreiter in der Arbeitsgemeinschaft, darunter Trainer und Tierärzte, können langjährige Erfahrungen aus dem nationalen oder internationalen Distanzsport vorweisen.

Einsteiger, die mit der 27-Kilometer-Strecke beginnen, bekommen eine gründliche Einführung, bevor sie beim Klosterritt starten dürfen. "Wir hatten gerade ein zweieinhalbstündiges Vorbereitungsseminar auf der Bayer-Anlage", erzählt Bernhard Theine. Dabei seien den Teilnehmern das Reglement, der Tierschutz und weitere bei der Veranstaltung bedeutsame Informationen vermittelt worden. Allein für die vergleichsweise kurze 27-Kilometer-Distanz rechnet Theine mit mehr als 50 Startern, insgesamt gehen die Organisatoren davon aus, dass mindestens 120 bis 150 Teilnehmer mitreiten. "Je länger die Distanzen, desto kleiner ist meistens das Reiterfeld", weiß Theine. Denn die "Marathonstrecken" über 80, 85 oder gar 120 Kilometer schaffen nur erfahrene Sportler.

Beim Klosterritt werden auch zwei Strecken angeboten, die Pferd und Reiter in Etappen an zwei Tagen zurücklegen: Ein 90-Kilometer-Ritt, unterteilt in zwei Abschnitte à 45 Kilometer und ein 130-Kilometer-Ritt, gestückelt in eine 85 Kilometer und eine 45 Kilometer lange Strecke.

Die Arbeitsgemeinschaft Rheinischer Klosterritt versteht sich als breitensportorientiert und legt laut Theine viel Wert auf Sozialkompetenz und den Austausch der Distanzreiter untereinander. Der Klosterritt dürfte die größte Distanzreiter-Veranstaltung im Rheinland sein, vielleicht sogar in ganz Nordrhein-Westfalen. Die "Szene" in seiner favorisierten Sportart beschreibt Bernhard Theine als "familiär, sportlich und regional. Die Bandbreite der Aktiven ist groß: Es gibt jüngere und ältere Distanzreiter, auch ganze Familien machen mit."

Weitere Informationen zu der Veranstaltung in Dormagen im Internet unter www.klosterritt.de

Quelle: NGZ
 
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