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Dormagen
DJ ist verliebt in die "coolste Bar der Stadt"

Dormagen. Erik Krüger ist DJ, Konzertveranstalter und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Der 27-Jährige geht am liebsten ins "Streetlife". Von Anneli Goebels

Gerade hat er die Organisation eines großen Festivals hinter sich gebracht. Gemeinsam mit Robin Zur hat Erik Krüger den "Rock'n'Roll Slam" auf die Zonser Freilichtbühne veranstaltet. Elf Bands hatten dort Ende September nonstop gespielt. Solch ein Konzert soll es im nächsten Jahr wieder geben, so viel steht fest. "Wir wollen, dass Dormagen für dieses Festival in der Region bekannt wird", nennt Krüger die nicht gerade bescheidenen Pläne des Duos. Und es gibt weitere. Doch augenblicklich möchte der DJ, Konzertveranstalter und Mitarbeiter des städtischen Bürgeramtes erst einmal ein wenig verschnaufen nach den hektischen vergangenen Wochen.

Und das kann er am besten im "Streetlife" an der Kölner Straße, der, wie der 27-Jährige sagt, "coolsten Bar in Dormagen". Warum? Weil dort eben alles stimme. "Hier treffen sich Menschen von 18 bis 80, hier ist auch während der Woche immer was los, hier gibt es gutes Essen und nicht zuletzt bietet Nikolaidis Babis eine Getränkeauswahl an, die es so selbst in vielen Kölner oder Düsseldorfer Bars nicht gibt", ist sich Krüger sicher. Allein 40 Whiskeysorten stehen hinterm Tresen. Und außerdem: Im "Streetlife" wird ein bis zwei Mal pro Monat Live-Musik angeboten.

Krüger hat mittlerweile zwei Firmen gegründet - eine allein mit dem Namen "Hangover-Events". Darüber kann er als DJ gebucht werden. "Einmal im Monat lege ich auch in der Tanke auf." Außerdem ist er als DJ auf Hochzeiten unterwegs. Das zweite Unternehmen hat er gemeinsam mit Zur auf die Beine gestellt, "Die Eventmacher" nennen sie sich, und sie haben das nächste große Event, abgesehen vom Festival 2016 auf der Zonser Freilichtbühne, bereits fest eingeplant. Robin Zur, Tattoo-Studio-Besitzer, hat vor, den Rekord im Langzeit-Tätowieren zu brechen. Und das soll ziemlich öffentlich über die Bühne gehen, vom 20. bis 22. Mai vor dem Historischen Rathaus. "Um den Rekord zu brechen, muss Robin 70 Stunden stechen. Erlaubt sind nur fünf Minuten Pause pro Stunde", sagt Krüger. Dazu soll es auch ein entsprechendes Rahmenprogramm geben

Wie schon beim Festival in Zons wollen die beiden wieder Spenden sammeln, und zwar für Spielsachen für die Dormagener Kindertagesstätten. Ob Krüger sein großes Hobby, Platten auflegen und Konzerte veranstalten mal zum Beruf machen kann, wird sich zeigen. Die Arbeit im Bürgeramt jedenfalls, die er für seinen "Nebenjob" auf vier Tage reduziert hat, macht ihm viel Spaß. "Ich habe gerne Kontakt zu Menschen", sagt er und genießt es, zwei oder drei Mal pro Woche im "Streetlife" zu sein und dort neue Leute kennenzulernen, zu klönen, chillen oder einfach Musik zu hören - live oder "aus der Konserve". "Wer muss da schon nach Köln oder Düsseldorf fahren?", fragt er.

Quelle: NGZ
 
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