| 17.06 Uhr

Kollision mit Auto
18 verletzte Kinder nach Busunfall in Dormagen

Schwerer Unfall mit Schulbus in Dormagen
Schwerer Unfall mit Schulbus in Dormagen FOTO: Berns, Lothar
Dormagen. Die 46 Schüler waren auf dem Weg zum Schwimmbad, als ihr Bus am Donnerstag mit einem Auto zusammenstieß. 18 Grundschüler, drei Betreuer und der Autofahrer wurden verletzt.   Von Carina Wernig

Lange Staus rund um die Anschlussstelle Dormagen der Autobahn 57 in Horrem waren am Donnerstagmorgen die sichtbare Folge eines Verkehrsunfalls, bei dem ein VW Touran mit einem Schulbus kollidierte. Die Kreuzung Alte Heerstraße/Provinzialstraße, wurde inklusive Autobahnabfahrt für zwei Stunden gesperrt. Bei dem Zusammenstoß um kurz vor 10 Uhr wurden 18 Grundschüler, drei der vier Begleitpersonen aus dem Bus und der Autofahrer verletzt. "Sie wurden vorsorglich in fünf umliegende Krankenhäuser gebracht", erklärte Stadtpressesprecher Swen Möser. 

Als schwerste Verletzung bestehe bei einem Kind der Verdacht auf einen Knochenbruch. Bis 12.15 Uhr blieb die Kreuzung L 280 (Provinzialstraße)/Alte Heerstraße/A57 für Rettungsmaßnahmen und Unfallaufnahme gesperrt.

Touran-Fahrer übersah Schulbus beim Abbiegen

Insgesamt 46 Schüler waren am vorletzten Tag vor den Sommerferien mit vier Betreuern auf dem Weg von der Theodor-Angerhausen-Schule in Dormagen-Mitte zum Schwimmbad nach Nievenheim, als sich der Unfall laut Polizeiangaben um 9.45 Uhr ereignete. Der 53 Jahre alte Fahrer des Tourans mit Kölner Kennzeichen wollte an der Autobahnausfahrt der A 57, aus Richtung Köln kommend, die Landstraße 280 überqueren, wie die Polizei mitteilte: "Nach ersten Erkenntnissen übersah er einen Schulbus, der auf der Landstraße aus Richtung Horrem in Richtung Delhoven unterwegs war."

So kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der Busfahrer, der unverletzt blieb, habe noch gebremst, als ein erstes von rechts aus der Ausfahrt kommendes Auto gerade so eben am Bus vorbeifahren konnte, "der zweite Wagen war dann zu viel", gab Kai-Uwe Harth, Geschäftsführer von Hillmann Reisen, die für den Schulbusverkehr zuständig sind, sein Gespräch mit dem Busfahrer wieder.

Großaufgebot von Rettungskräften im Einsatz

"Die Ampel an der Abfahrt war aus", berichtet Harth weiter. Das bestätigt die Polizei. Straßen.NRW hatte sie wegen einer turnusmäßigen Wartung kurzfristig abgeschaltet und darauf mit Warnschildern hingewiesen. Die Autos hätten, von der Ausfahrt kommend, den Fahrzeugen auf der Provinzialstraße Vorrang gewähren müssen – ein Stoppschild zeigt dies an der Abfahrt an.

Im Einsatz waren die Feuerwehrkräfte der Hauptwache und des Löschzugs Delhoven, unterstützt von Feuerwehr Neuss, Köln und Düsseldorf, mehreren Rettungswagen, dem Leitenden Notarzt des Rhein-Kreises und dem organisatorischen Leiter des Kreis-Rettungsdienstes. "Wir sind sehr froh, dass der Unfall trotz der Leichtverletzten einigermaßen glimpflich abgelaufen ist", sagte Pressesprecher Möser. Die 28 unverletzten Schüler wurden zur Feuerwache an die Kieler Straße transportiert, wo sie von der Feuerwehr, der Schulleitung um Annette Gruner und dem Ersten Beigeordneten Robert Krumbein betreut wurden. Dort konnten die Eltern, die telefonisch informiert wurden, ihre Mädchen und Jungen erleichtert wieder in die Arme schließen.

Für Verkehrsteilnehmer, die über die Provinzialstraße Richtung Delhoven oder Nievenheim fahren wollten, kam es durch die Sperrung "zu größeren Verkehrsstörungen", so die Polizei. So war die Ausweichroute über die Franz-Gerstner-Straße mit Fahrzeugen verstopft. Der VW Touran musste wegen der Beschädigungen abgeschleppt werden, der Bus ist weiter fahrbereit