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Dormagen
Dormagen bei Wettbewerb zu Fairem Handel ausgezeichnet

Dormagen. Zum Titel beim Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" hat es in diesem Jahr nicht gereicht, wohl aber zu einer Würdigung des Einsatzes, den vor allem das städtische Umweltteam gezeigt hat: Dormagen ist von der "Servicestelle Kommunen in der eigenen Welt" für vorbildliche und innovative Aktivitäten zur Stärkung des Fairen Handels ausgezeichnet worden. Das teilte der Fachbereich Städtebau in einer Informationsvorlage für den Planungs- und Umweltausschusses mit.

"Wir haben eine Urkunde erhalten", berichtete Anke Tobies-Gerstenberg vom städtischen Umweltteam auf Anfrage unserer Redaktion. Das Kernstück der Domagener Bewerbung war ein sogenannter Fairer Sonntag am 17. Mai, der allgemein als Erfolg bewertet wurde. Aktiv beteiligt hatten sich daran seinerzeit laut Stadtverwaltung acht Kirchen aus vier Kirchengemeinden und der Verein Agenda Weltladen. Im Gespräch sei, den Fairen Sonntag zu wiederholen, sagte Tobies-Gerstenberg. "Die Vernetzungen, die mit den Akteuren des Fairen Sonntags stattgefunden haben, stellen eine gute Voraussetzung dar, die angestrebte Auszeichnung zur "fairtrade town" zu erzielen", urteilt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Zur "Hauptstadt des Fairen Handels 2015" bestimmte eine Jury diesmal Saarbrücken, Sonderpreise für gelungene Einzelprojekte gingen an Augsburg, Frankfurt am Main, Hannover, Nürnberg und Würzburg. Bei dem Wettbewerb für Kommunen, der seit 2003 im Zwei-Jahres-Rhythmus von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt der Engagement Global gGmbH organisiert wird, geht es um die faire Beschaffung von Produkten und um nachhaltigen Konsum. 84 Kommunen hatten in diesem Jahr mitgemacht und dabei mehr als 800 Projekte initiiert.

In Dormagen war auch das Norbert-Gymnasium, das bereits 2014 das Siegel "Fairtrade School" erhalten hatte, mit im Boot - und ist auch weiterhin auf diesem Feld engagiert. Erst vor wenigen Wochen, im September, waren zwei Fairtrade-Produzenten aus Honduras zu Gast an der Knechtstedener Schule gewesen und hatten dort von ihrer Arbeit berichtet. Sonia Vasquez und Rodolfo Peñalba handeln mit Kaffee.

(ssc)
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