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Dormagen
Dormagen fehlen klare Marke und klares Image

Dormagen. Meinungsführer geben in Umfrage zur Wirtschaftsförderung gute Noten für weiche Standortfaktoren.

Das Image als klassischer Industriestandort ist ungebrochen. Dormagen, die Chemiestadt. Das ist eine klare Haltung von Meinungsführern und Multiplikatoren, die jetzt von der Unternehmensberatung ExpertConsult (Dortmund) zum Standort Dormagen befragt worden sind. Hintergrund ist die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung der Stadt.

Dieser Personenkreis, darunter alle Fraktionsvorsitzenden, sprechen auch von der "Sportstadt" und einem guten Wohnstandort, bemängeln aber, dass Dormagen nach außen hin über keine klare Marke verfüge. Stärken wie eine gute Infrastruktur, starke Unternehmen, hohe Lebensqualität oder Dormagener Modell stehen Schwächen gegenüber wie mangelhaftes Gewerbeflächenangebot, Monostruktur, fehlender günstiger Wohnraum oder die Konkurrenz zwischen den Stadtteilen. Bei der Frage nach herausragenden Alleinstellungsmerkmalen wurden der Chempark, der Tannenbusch, die Zollfeste Zons, das Kloster Knechtsteden, die Römer-Therme und das Leistungssportangebot genannt. Gefragt wurden die Experten auch nach den sogenannten "weichen Standortfaktoren". Stärken liegen in der Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur der Stadt, Freizeit-, Kultur- und Erholungsmöglichkeiten werden positiv bewertet, besonders das Sportangebot und die Nähe zu den Metropolen. Bemängelt wurden die Lebensqualität für Jugendliche und Schwächen im Gastronomie- und Einzelhandelsangebot.

Zukünftig könnten sich die Befragten gut einen "Handwerkerhof" vorstellen, für den eine Nachfrage gesehen wird. Die Stadt sollte sich im Hinblick auf Branchen und Zielgruppen auf mittelständische Unternehmen konzentrieren, auf Betriebe mit geringem Flächenverbrauch, Start-Ups, Handwerk und junge, hoch qualifizierte Fachkräfte mit ihren Familien.

(schum)
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