| 00.00 Uhr

Dormagen
Dormagen hilft neuen Flüchtlingen

Dormagen: Dormagen hilft neuen Flüchtlingen
In der Spendenannahmestelle in der Realschule am Sportpark sind die Helfer weiterhin aktiv für die Flüchtlinge. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Unterstützung für neue Bewohner der Notunterkunft ist ungebrochen.

Gestern sind weitere Flüchtlinge in der Landes-Notunterkunft in der Turnhalle an der Beethovenstraße eingetroffen. Damit sind die 150 Plätze vorerst wieder belegt. Dort warten die Asylsuchenden aus Ländern wie Syrien und dem Irak auf ihre Registrierung als Asylbewerber, bevor sie dann in Unterkünfte in anderen Städten zugewiesen werden. Wie lange sie in Dormagen sind, kann nicht genau gesagt werden, wie Bürgermeister Erik Lierenfeld bei der Bürgerversammlung für die Nachbarn vor einer Woche erklärt hatte: "Wir erfahren erst ganz kurzfristig vorher, wenn uns Flüchtlinge verlassen - oder zu uns kommen."

Die Spenden- und Hilfsbereitschaft auch für die neuen Flüchtlinge ist ungebrochen. Wer eine Sachspende abgeben möchte, setzt sich am besten mit der Stadtverwaltung in Verbindung: Unter der Mailadresse asyl@stadt-dormagen.de können Helfer erfahren, was in der Flüchtlings-Unterkunft gebraucht wird. Die Dormagener haben sogar so viel gespendet, dass zwischenzeitlich gebeten wurde, kein weiteres Spielzeug mehr an der Realschule am Sportpark abzugeben.

Um die Spendenannahmestelle in den Räumen der Realschule kümmert sich das ehrenamtliche Team der Dormagener Tafel. Seit dem 1. September hat die Spendenannahmestelle neue Öffnungszeiten: Bekleidung oder sonstige Artikel können montags bis freitags von 14 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr abgegeben werden.

Damit den Flüchtlingen der Kontakt mit ihren Verwandten und Freunden in der Heimat vereinfacht wird, hat die SPD-Fraktion W-LAN für die Flüchtlingsunterkünfte beantragt. Darüber berät der Rat in seiner Sitzung am 17. September. Die Stadtverwaltung schlägt dem Rat vor, zunächst die im Stadtgebiet vorhandenen Cafés Grenzenlos mit Freifunk-Routern auszustatten, sofern dort Telefonleitungen vorhanden sind. Die Kosten von geschätzten 200 Euro sollen durch Spendenmittel gedeckt werden.

Da keine der fünf Unterkünfte für zugewiesene Flüchtlinge über einen entsprechenden Telefonanschluss verfügt, schlägt die Verwaltung vor, zurzeit keine je rund 2000 Euro im Jahr teuren Anschlüsse einzurichten. In der Notunterkunft an der Beethovenstraße besteht eine Internetverbindung über Freifunk.

(cw-)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.